Buch 
Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
Entstehung
Seite
318
JPEG-Download
 

Krystallophysik.

:tt8

verschiedenen Richtungen schneiden wollte, was im Kalkspath schwie-rig, im Quarz leicht wäre, so würde man wahrscheinlich nicht vielkleinere Unterschiede finden, als im Holz. DasGrundvcrhältniß(S.37.)der von Savart untersuchten eisenhaltigen Varietät ist ungefähr1,70. Bei Krystallen von stärkeren Grnndverhältnissen ergeben sichwahrscheinlich noch größere Unterschiede.

§. 62. 2) Man darf nicht unmittelbar die oben (§. 56 und 57.)aufgestellten Gesetze auf die Krystalle übertragen, deren Elasticitätman durch Schwingungen aufsucht.

Man hätte nämlich erwarten sollen, daß im Quarz sowohl, alsim Kalkspath, welche den einachsigen Systemen angehören, dieSchwingungen von Scheiben, welche gleiche aber entgegengesetzteNeigungen zur Achse haben, mit einander übereinstimmen würden.Allein aus Savart's Beobachtungen ergiebt sich eine große Ver-schiedenheit. In der folgenden kleinen Tabelle bedeutet der Winkeldie Neigung zur Achse, und die beiden entgegengesetzten Lagen derScheiben. Beim Kalkspath ist-t- die Lage des Durchganges. Die Nei-gung der Hauptstäche der Qnarzpyramide zur Achse ist etwa 38",des Kalkspathrhomboedcrs nach Savart's Angabe 45" 23^.

Die beiden ersten Zahlen sind die Töne der beiden Hyperbelnoder Kreuze, die dritte Zahl ihre Differenz. Die SchwingurgszahldeS tiefsten in dem Krystall beobachteten Tones ist — 1,00.

Im Quarz

78°

1,14

1,07

-p- 0,07

— 73"

1,03

1,14

— 0,11

51°

1,50

1,00

0,50

— 51»

1,00

1,18

— 0,18

-p- 33°

1,52

1,08

-z- 0,44

— 38»

1,00

1,22

— 0,22

-t- 12°

1,44

1,10

-p- 0,31

— 12°

1,14

1,14

— 0,00

Die Scheiben, welche den beiden sechsseitigen Prismen parallelsind, haben ebenfalls verschiedene Töne.

Im Kalkspath

45° 23^ 1,64 1,10 -p- 0,49

— 45° 23^ 1,13 1,70 — 0,50

mit entgegengesetzter Lage der Knotcnlinien. Auch im tetragrnalenSysteme haben zwei verschiedenen Pyramidenreihen parallele schei-