Ausdehnung durch Warme.
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ben wahrscheinlich verschiedene Töne. Im tesseralcn Snfteme, wel-ches bei allseitig gleichem Drucke gar keine relative Veränderung er-leiden würde, finden sich vermuthlich bei Scheiben, die nach ver-schiedener Richtung geschnitten sind, beträchtliche Unterschiede.
§. 63. 3) Zuletzt geht aus d'en Beobachtungen zwar nicht mitZuverlässigkeit, aber doch mit Wahrscheinlichkeit hervor, daß dieFlächen dcS Durchganges, oder der Grundform, mit dem Minimumder Elasticität übereinkommen. Es wäre wichtig, > diesen Umstandfest zu stellen, weil er uns Aufschluß gewährt über das Verhältnißder Cvhärenz zur Elasticität.
III. Veränderungen der Krvstallform durch dieTemperatur.
§. 61. Die Temperatur ändert daS Volumen der Krystalleab, aber das Wesen der Krvstallform wird dadurch nicht verändert.Alle Puncte, die sich in einer geraden Linie oder einer Ebene be-fanden, behalten diese Lage in jeder Temperatur bei; die Durch-gänge, die Krystallstächen bleiben eben; sonst wurde man unter denvielen, oft bei weit höheren Temperaturen gebildeten Krystallen eineconstanie Krümmung wahrnehmen müssen; aber die Winkel und dieWerthe der Achsen werden verändert.
Da die Wärme auf krystallographisch gleiche Linien gleichartigwirkt, so zerfallen die Krystalle, in Beziehung auf die Temperatur,in dieselben Abtheilungen, welche ich oben bei der Compressio» (x.67.) angeführt habe, in achsenlvsc, die gar keine Veränderungenin den Winkeln erleiden; in einachsige, . wo diese Veränderungennur vor der Neigung zu einer Hauptachse abhängig sind und inzweiachsige.
In den Krystallsystemen mit rechtwinkligen Achsen haben diekrystallographischen Achsen auch eine symmetrische Lage zu den Wär-meerscheüiungen, sie können also zugleich als thermische Achsenangesehen werden. In den monoklinischen und triklinischen Syste-men sind die durch Wärme hervorgebrachte Veränderungen wahr-scheinlich den Veränderungen durch allseitigen Druck in ihrem Ver-hältnisse zur Krystallform ähnlich, vielleicht sind beide identisch.
§. 85. Man hat bis jetzt nur bei dem Kalkspath und einigender ihm isomorphen Krystallen, bei dem Aragonit und bei demGyps Beobachtungen über die Winkelverändernngen durch Wärme