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Krystallophysik.
angestellt. Der Kalkspath nähert sich durch Erwärmung demWürfel und entfernt sich von den isomorphen Species. Bei demAragonit- dessen Grnndverhältniß ll : X; 0 :/V; 0 : L im Lo-garirhmus
0,1586; 0,3632; 0,2066
ist- werden diese 3 Zahlen in dem von Mitscherlich angegebenenBeispiele durch Erwärmung um
0,0008; 0,0012; 0,0004
vermehrt. Auch bei dem Gyps wird durch Temperaturerhöhungder relative Werth von per der Fläche des Hauptdurchganges entspre-chenden Normale vermindert. Es wird also in diesen drei Kry-stallen der Unterschied in den Werthe» der Normalen vermehrt, oderda alle Normale verändert werden, die kürzeste Normale durch dieWärme aM meisten verkürzt, und in der Krystallform die längsteDimension am meisten verlängert.
Die citizigen genauen Beobachtungen über diese Wirkungsweiseder Wärme sind von Mitscherlich. Bert. Akad. 1825. x. 201.Pogg. Annal. 1827. X. >>. 1.
Fresnel Pogg. Annal. 1824. II. i>. 109 empfiehlt nachMitscherlich's Vorgänge als Cvllcgien-Versuch zwei dünne BlätterGyps mit gekreuzten Achsen auf einander zu leimen.
IV. Lichtbrechung in den Krystallen.
§. 66. Das Licht ist ein sehr empfindliches Prüfungsmittelfür die Cohäsion der Körper. Jede Abweichung von der Conti-Nuität, die eine gewisse Grenze überschreitet, jede Unglcichförmigkeitwird durch die Brechung und Zurückwerfnng des Lichtes wahrge-nommen. In den Krystallen sind alle Erscheinungen deS Lichtesnach Flächen und Richtungen verschieden. Der Polarisations-winkel, die Farbe, die Lichtabsorption hängen von derRichtung zu den Achsen ab. Selbst der Glanz ist sowohl derQualität als der Intensität nach ungleich, und wenn wir nur eingenaues Maß für ihn hätten, so würden wir vielleicht zwischenallen krystallographisch verschiedenen Flächen eine Verschiedenheit deSGlanzes beobachten. *) Hier wollen wir uns jedoch nur mit derdoppelten Brechung beschäftigen.
") So viel man auch in der mineralogischen Terminologie von dem Glänzespricht, so ist seine Natur doch noch' unbekannt. Wir wissen nicht, worin