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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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321
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Lichtpolarisation.

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Die folgende kurze Darstellung weicht zwar von der gewöhn-lichen etwas ab, allein wie ich hoffe, nicht zu ihrem Nachtheile.

§. 67. Das Licht besteht, wie man sagt, in den Schwingungeneines überall verbreiteten Aechers, der durch die Verschiedenheit inseiner Elasticität die Unterschiede in der Größe der Wellen, derBrcchnngskraft und der Geschwindigkeit des Lichtes hcrborbringt.Der Gang und die Polarisation des Lichtes in einem Körper hängtab von der Beschaffenheit der auf den Stralen senkrechten Ebenen.Ist die Elasticität des Aethers in dieser Ebene gleichförmig, so bleibtder Stral unpolarisirt, findet aber ein Unterschied statt, so theilter sich in zwei senkrecht auf einander polarifirte Stralen, vondenen der eine f.Vs in seiner Brechung von dem Marimum derElasticität in der Ebene abhängig ist, der andere fvs von dem Mi-nimum derselben. V hat also ein stärkeres Brechungsverhältniß alsjt; ihre Polarisatlionsachsen stehen senkrecht auf einander.

In der Elasticität des Acthers finden Gesetze statt, die denen,welche wir bei der Elasticität der Krystalle §. 56. angeführt haben,ganz gleich sind. Es giebt drei Achsen, die in jeder Ebene, wo siesich finden, die größte oder die kleinste Elasticität haben. Fernerzerfallen die Krystalle in drei Klassen, in achsenlose, ei nach,sige und zweiachsige, je nachdem die Elasticität des Aethersgleichförmig ist, oder eine Fnnction der Neigung gegen eine odergegen zwei Achsen ist. Diese optischen Achsen stimme» mit denkrvstallographischen überein, wo diese rechtwinklig sind. In deminonoklinifchen und triklinischen Systeme ist ihre Lage unsymmetrisch.

k. 63. In dem tesseralen Systeme bleibt der Stral un-qctheilt. In den zweiachsigen wird er, zwei einzelne Richtun-gen ausgenommen, jstets in zwei polarifirte Stralen getheilt,deren Brechungsverhältniß von ihrer Neigung zu den Krystallachsenabhängt.

In den einachsigen dagegen hängt die Brechung des Lichtes

physikalisch der Unterschied von Fett-, Glas-, Demantglanz be,steht. Selbst über den Perlmutter glänz, der schon die Auf-merksamkeit der Physiker auf sich gezogen hat, ist man noch nicht imKlare». Der M e t a l I g la nz ist nichts weiter als eine starke Reflexionohne Durchsichtigkeit. Wasser oder Glas hat auf der Fläche seiner in-nern totalen Reflexion einen vollkommenen Silberglanz.

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