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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Lichtpvlarisativn.

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Vl-rmsset. 1816- p. 156.). Die perpendiculären Linien erlangennämlich durch ihre Compression ein Streben sich auszudehnen, diehorizontalen Richtungen durch ihre Dilatation ein Streben sich zu-sammenzuziehen. Indessen, so gewiß es ist, daß zwischen der Pola-risation des Lichtes in Krystallen und Glas, und der Cohäsion einnahes Verhältniß stattfindet, so ist man Loch noch außer Stande,es quantitativ zu bestimmen.

§. 71. Die kreisförmige Polarisation des Lichtes imQuarze ist ein Beweis, daß das Licht selbst untergeordnete Ver-hältnisse der Krystallform in gewissen Verhältnissen anzugeben ver-mag. Bei rechts gewundenen Quarzkrystallcn ist die Drehung derPolarisationsachse nach der einen Seite; bei links gewundenennach der andern Seite. Wie diese Form auf das Licht einwirkt,ist zwar bis jetzt noch unbekannt, allein sie ist gewiß nicht so schroffvon den übrigen Er scheinungen des Lichtes in Krystallen verschieden,als man anzunehmen pflegt. Man würde vielleicht, indem manmehr Körper des monoklinischen und triklinischcn Systems als bis-her genau untersuchte, das von der Krystallform abhängige Gliedauffinden, welches in die bis jetzt noch sehr einfachen Gleichun-gen aufgenommen werden muß.

§. 72. Kein andrer Krystall, auch der Apatit nicht, hat dieHemiedrie, welcher der Quarz jene Wirkung auf's Licht verdankt.Auch findet man die kreisförmige Polarisation bei keinem andrenKrystalle. Dagegen wird sie noch bei Körpern beobachtet, bei wel-chen man sonst keine Unterschiede nach verschiedenen Richtungenwahrnimmt, nämlich bei einigen Flüssigkeiten. Biot hat eine ähn-liche nur weit schwächere Wirkung beobachtet: in Oel, Rohr-zucker, Traubenzucker, Gummi, Dexterin (Amidin),vondenen einige die Polarisationsachsen rechts, die andren sie linksdrehen. Auch im Terpentinöldampf glaubt Biot eine ähnliche Wir-kung wahrgenommen zu haben.

Soll man annehmen, daß in diesen Flüssigkeiten, die sämmtlichorganischen Ursprunges sind, krystallinische Theilchen schwimmen?oder findet sich in der Flüssigkeit selbst ein Unterschied in der Co-häsion nach verschiedenen Richtungen? oder ist endlich die Drehungder Polarisationsachse ganz unabhängig von der Cohäsion? Einevierte Erklärungsart ist nicht wol möglich. Aber die dritte würdeuns den einzigen Stützpunct rauben, den wir für die Erklärung