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Krystallophysik.
der Lichterscheknungen haben; die zweite ist unzulässig. Die erstehat noch am meisten für sich,, allein sie ist ebenfalls gewagt. Hatman wol schon das bei der Kieselfeuchtigkeit gebildete Wasser, inwelchem sich feine Kieseltheilchen lange Zeit schwebend erhalten, dempolarisirten Strale ausgesetzt?
V. Cohärenz.
§. 73. Besteht der Krystall aus einer gleichförmigen Masse,so daß in zwei einander parallelen Flächen, welche Lage sie auchzur äußeren Begrenzung des Körpers haben mögen, dieselbe Cohä-renz stattfindet, so werden die Unterschiede in der Cohärenz in derRegel sichtbar, so bald der Körper durch irgend eine Ursache zer-bricht. Enthält der Krystall Wasser oder andre Flüssigkeiten, welchesich durch Wärme stark ausdehnen oder verdampfen, so durchbrechensie den Krystall nach verschiedener Richtung in der Regel mit un-gleicher Stärke und bilden Sprünge, die gewissen Krystallstächcnparallel laufen. Brcwster fand, daß die Bläschen Kohlensäure auserhitztem Kalkspath sich gewöhnlich in Linien ordneten, die der kur-zen Diagonalen parallel waren. Richtet man eine Löthrohrflammcauf die Seitenflächen eines G y p S blättchens, so schmilzt der Gypsund scheint zu sieden. Erhitzt man ihn dagegen auf der Haupt-durchgangsfläche, so können die entbundenen Wasserdämpfe den Wi-derstand leicht durchbrechen, und der Gyps entwässert sich ohneSieden und Schmelzen.
Kühlt man einen erhitzten Quarzkrystall schnell ab, so zerspringter, wie andre spröde Körper, in Stücke, allein neben der musch-lichen Oberfläche zeigen sich auch einige den Pyramidenflächen pa-rallele Stellen. Bei andren Körpern besteht die Bruchfläche, wel-che auf diese Weise, oder durch machauische Kräfte hervorgebrachtwird, ganz aus Ebenen, die einigen Hanptflächen des Krystallsparallel sind.
Beobachtungen, wie diese, können jedoch über die Verhältnisseder Cohärenz nur einen unvollkommenen Ausschluß geben. Die Me-thoden, deren man sich bei festen Körpern bedient, sind bei Krystallennicht anwendbar. Man bedarf, um annähernde Resultate zu erlan-gen, vieler Versuche, und dazu fehlt es hier an Material. DieCohärenz der Krystalle ist daher nur in den Durchgängen undin der Härte untersucht.