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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallophysik.

den Richtungen, rvo die Stetigkeit unterbrochen ist. Die Abson-derungen sind also von den Durchgängen wesentlich unterschiede«.Diese treten in jedem Puncte stetig ein, jene dagegen nur inSprüngen und theilen den Körper in Blätter oder Körner voneiner gewissen Dicke. Allein sür die Beobachtung bringen beide oftdieselbe Wirkung hervor, und sind daher schwer zu trennen.

§. 76. Die Absonderungen würden weniger schädlich auf dieUntersuchung einwirken, wenn sie den Krystall in willkürlichen Ebe-nen durchschnitten. Allein ihre Flächen sind nicht nur einander und denDurchgängen parallel, sondern auch den Abstumpfungen der Ecken undKanten der Grundform, welche mindestens eben so häufig vorkommen, alsdie Durchgänge selbst (Siehe §. 1S). Man wird daher leicht verleitet,diese Flächen, denen überdieß oft ein Nebendurchgang entspricht, fürdie Hauptform zu halten.

Eine rauhe Bruchfläche, Mangel an Glanz, ist immer Abson-derung, selbst, wenn sie einem wirklichen Durchgänge parallel ist.Wenn sich in Afterkrystallen ein Durchgang zu finden scheint, z. B.in dem aus kohlensaurem Eisenorydul und Schwefelwasserstoff ge-bildeten Schwefeleisen (Berzelius in seinem Jahresberichte 1833.XII. x. 181.) oder in dem Martit, einem in Eisenoxyd umgewan-delten Eisenorydul, so rührt es nicht von den Durchgängen, sondernvon Absonderungen her, welche entweder schon in dem ursprüng-lichen Krystalle vorhanden waren, oder erst in Folge der Umwand-lung entstanden sind. Auch an Afterkrystallen von Hornblendemassein der äußern Form des Augits, die Gust. Rose (Pogg. Annal.1831. XXXI. p. 619.) beschreibt, wird durch eine regelmäßige Lage-rung der Individuen der Schein eines Durchganges hervorgebracht.So sieht man daS versteinerte Holz sehr oft mit der Textur desnatürlichen. Auch die Linien im Innern der Krystalle, die man inden mineralogischen Handbüchern als Spuren von Durchgängen an-führt, sind nur Absonderungen. Eben so die Spaltungen in Gyps-und Glimmerblättchen, welche Talbot (Pogg. Annal. 1833. XXXI.p. 591.) beobachtete, wenn er sie erhitzte. Er hält sie für Durch-gänge. Es sind aber nur Absonderungen. Wahre Durchgängewerden bloß durch Spaltung eines ganz homogenen Körpers undnur an der Oberfläche des Bruches sichtbar.

§. 77. Die Aehnlichkeit der Absonderung und des Durchgan-ges, und besonders das Uebergewicht, welches der erste durch eine