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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallophysik.

die relative Harte an zwei Richtungen zu bestimmen, an beidenOrten eine gleiche, aber möglichst schwache Kraft anzuwenden.

Die Kraft schätzt man durch's Gefühl oder durch Gewichte. DasStäbchen oder die Schneide ist alsdann an einem einarmigen He«bel befestiget, an dem sich auch ei» verschiebbares Gewicht befindet.Der Krystall ruht auf einem Schlitten, der dem Stäbchen entge-gengcschoben werden kann; man beobachtet die Stellung, welche dasGewicht haben muß, damit das Stäbchen mit einer hinlänglichenGewalt auf den Krystall drücke, um in ihm, wenn er bewegt ist,eine Furche zu »stachen. Eine ähnliche Methode hat schon Mus-schenbroek vissert. 1729 p. 669 und neulich A. See-

beck angewendet (Programm zur öffentlichen Prüfung des Real-Gymnasiums in Berlin 1833.). Man erlangt auf diese Weise ge-nauere Resultate, als mit bloßer Hand, wenn man keine der Vor-sichtsmaßregeln vernachlässiget. Allein ohne große Umsicht bei die-sen so einfach scheinenden Versuchen geht der Vortheil, den der ge-nauere Apparat gewährt, leicht verloren. Quantitativ genaue Re-sultate findet man auch auf diese Weise nicht; man erlangt immer nurAbstufungen der Härte. Die Möglichkeit, sehr viele Versuche schnellhinter einander unter völlig gleichen Umständen zu wiederholen,und die grade an diese feinen Unterschiede des Druckes sehr ge-wöhnte Hand, reichen zur Schätzung der relativen Härte in derRegel hin.

Die absoluten Unterschiede der Härte in den Mineralien, dieman jetzt noch auf eine sehr unvollkommene Weise prüft, sollte manebenfalls aus die von mir angegebene Weise untersuche». DieScalen der Härte würde fester und und die Angaben weit zuver-lässiger werden.

§. 82. Ich habe eine große Anzahl von Körpern, sowohlkünstliche als natürliche, beobachtet und in ihnen drei Arten vonUnterschieden gefunden.

1. Auf derselben Linie in entgegengesetzten Richtungen.

2. Auf derselben Fläche in Linien von verschiedener Richtung.

3. Auf verschiedenen Flächen desselben Krystalls.

Krystallographie gleiche Richtungen hatten immer auch gleiche

Härte. Zwei ungleiche Richtungen dagegen haben vielleicht immerauch in der Härte einen Unterschied.

Bei isomorphen Körpern ist der absolute Werth der Härte