Krystallophysik.
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hängen, in welcher die Durchgänge die Fläche schneiden und von derNeigung derselben zur Fläche. Wir wollen annehmen, sie stehensenkrecht, so daß in derselben Linie in verschiedenen Richtungen keinUnterschied eintreten kann. Lei dem Kochsalz z. B. ist auf einerWiirfelstäche die Härte perpendiculär auf einer der Seitenflächen.-V und U kleiner als nach den Diagonalen. Gesetzt nun, es würdebei einen« Krystall die Härte in der Richtung ^ größer, so müßtedas Maxinium ihr näher rücken und die Richtung 1t würde dasMinimum der Härte auf der ganzen Fläche haben. Je größer dieUnterschiede von V und U werden, desto mehr werden sich die bei-de» Maxiina der Richtung ^ nähern und der Krystall dem Zustandenäher kommen, wo beinahe ein Maximum und ein Minimum aufeinander perpendiculär stehen, so z. B. im Anhydrit. Wenn dage-gen die beiden Richtungen ^ und I! einander gleich bleiben, alleinihr Winkel aufhört, ein rechter zu sein, so wird in der Richtung,welche den stumpfen Winkel halbirt, die Härte etwas kleiner, in derdarauf perpendicnlären etwas größer werden. Diese Aenderungkann jedoch nur bis zu einem gewissen Puncte fortgehen, denn wenn derWinkel 120° ist, so wird die Richtung, welche ihn halbirt,oder li. Wo nicht nur der Winkel, sondern auch die rela-tive Größe von V und I! sich ändern, wird die Erscheinung nochverwickelter und in noch höhcrm Grade wird sie es, wo wie imKalkspath, Unterschiede in verschiedenen Richtungen derselben Linienhinzutreten. Allein immer wird die Härte auf einer Fläche eineFnnction sein von der Cohärenz in den Hanptnormalen und denNeigungen derselben zu der Richtung des Streichens.
§. S1. Die Unterschiede, welche man auf einer Krystallflächebeobachtet, könne» in vielen Fällen dazu dienen, um, wenn manauch nur ein Blättchen von dem Krystalle besitzt, das System zubestimmen und selbst um einen annähernden Werth der Neigungzwischen den Achsen zu erlangen. In den kleinsten Stückchen Gypsoder Ranschgelb findet man leicht die Richtung der Ncbendurch-gänge. Natürlich versuchte ich es auch im Glimmer; allein die zumeiner Verfügung stehenden Exemplare zeigten keinen merklichenUnterschied. Einachsig waren sie wahrscheinlich nicht, allein es möch-ten wenig Glimmerblätter geben, welche nicht aus einer regelmäßi-gen Zusammensetzung mehrerer Individuen sogar auS verschiedenenKlassen beständen (Siehe unten die Verbindung heterogener Krystalle.).