Verbindung homogener Krystalle. 345
Chevreuil Diktion, ckes 80 . natnr. ^rt. Di! 8 tüIIi 8 ation hatwenig eigenthümliches.
Laspe Isis von Oken 1824. p. 29. Einige gute Beobach-tungen. Die Krystallographie ist ihm ein ganz fremdes Gebiet.
Gmelin in Gehler's Wörterbuch Art. Krystallogenie hat einesehr klare Uebersicht der hierher gehörigen Meinungen und Beob-achtungen gegeben.
Gelegentliche Bemerkungen finden sich in den Arbeiten aller,welche künstliche Krystalle beschrieben haben, besonders von Mit-scherlich und Brooke.
§. 104. Die Gesetze der Krystallogenie kann man recht gut beieinem im Felde des Mikroskops krystallisirenden Salze beobachten.In einem einzigen Tröpfchen sieht man oft eine größere Mannig-faltigkeit der Bildungen als in einer Reihe von Krystallbrusen ausverschiedenen Fundorten. Man kann der Cvncentration und dieBeschaffenheit der Auflösung und die Unterlage nach Belieben ab-ändern, die Größe der auf die Unterlage projecirten Winkel kannmit einem sehr einfachen Hilfsmittel so genau gemessen werden, alsmit dem Anlege-Goniometcr und durch Mikrometer mit beliebiger Ge-nauigkeit. Ich fing bei meinen Versuchen mit den Krystallen destcsseralen Systems an, deren Gesetze am leichtesten erkannt werdenkönnen, und beobachtete ihre Krystallform und die Art der Grup-pirung auf Unterlagen von Glas, gefirnißt und »«gefirnißt, und aufKrnstallblättchen verschiedener Art und ging dann zu den mindereinfachen Systemen über. Die Resultate meiner Beobachtungenwerde ich, wenn sie beendigt sein werden, an einem andren Ortebekannt machen. Einiges habe ich schon in die folgenden Paragra-phen aufgenommen.
s. Verbindung homogener Krystalle.
§. 105. Wenn man einen Krystall, der in seiner Bildung be-griffen ist, zuerst wahrnimmt, so sieht man ihn niemals im Innernder Flüssigkeit, sondern an ihrer Oberfläche gegen die Luft odergegen das Gefäß, wobei man schon gebildete Krystalle als einenTheil des Gefäßes ansehen muß.
Hierbei sind drei Fälle zu unterscheiden: erstlich, wenn derKrystall in demselben Flüssigen oder Gase erstarrt ist, wo er fort-wächst; zweitens, wenn er an einem andren Orte entstanden ist