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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallogenie.

Auffallend ist hierbei der Anschein von Regelmäßigkeit in derBreite der Furchen. Er rührt jedoch nur von der großen Anzahlderselben her, wobei das Auge sie einzeln nicht mehr beachtet, son-dern einen Totaleindruck erfährt. Mit dem Mikroskope und oftschon mit dem bloßen Auge kann man die Unregelmäßigkeiten inder Breite der Streifen erkennen. Man sollte erwarten, daß wennder Zuwachs eines kleinen noch regelmäßig gebildeten Krystalls un-gleichförmig fortschritte, an die Stelle der Krystallfläche entwedereine Ebene oder was unendlich wahrscheinlicher ist, eine krummeFläche entstehen müßte, aber keine treppenfärmige Fläche, und zu-weilen mag auch eine Krümmung der Oberfläche aus dieser Ursacheentspringen. Vielleicht sind es kleine Wellenbewegungen in der Auf-lösung, die selbst in dem kleinsten Tropfen nicht fehlen, welche bei denUnterbrechungen in dem Fortwachsen der Krystalle das Stufenartigehervorbringen.

Wo Streifen sich kreuzen, entstehen Unebenheiten, ein Wechselvon Erhöhungen und Vertiefungen, die von mindestens drei Flä-chen begrenzt sind.

Alle diese Streifen oder die Flächen der Rauheiten sind daherKrystallflächen parallel und zwar vielleicht ohne Ausnahme denHauptflächen, d. h. solchen, wo in den Coefficienten nur 1 oder 0vorkommt. Die Durchgänge haben aber in dieser Beziehung keinenVorzug vor den übrigen Hauptflächen.

Diese Streifung, die nur auf der Oberfläche sichtbar ist, istsehr verschieden von einer andren, ebenfalls sehr oft vorkommendenStreifung, die sich auch in das Innere des Krystalls und auf diefrischen Durchgänge fortsetzt und nicht von Unterbrechungen im Wach-sen, sondern wahrscheinlich von einer Ablagerung verschiedener In-dividuen herrührt. Es sind Absonderungsflächen.

Parallele und gewendete Stellung.

§. 108. Wenn ein Krystall sich nicht stetig vergrößert, son-dern nach einer Pause, die Secunden oder Jahrtausende dauernkann, sich eine andere, aber gleichartige Masse an ihn absetzt, sokann die Verbindung auf sehr verschiedenartige Weise statt finden.Bei allen denjenigen aber, bei welchen man ein gewisses Gesetz er-kannt hat, ist die Verbindung so, daß zwei krystallographischgleiche Flächen beider Krystalle einander decken, d. h.