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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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349
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Zwillinge. 349

daß alle innerhalb dieser Fläche befindlichen gleichartigen Mitten aufeinander fallen.

Alle außerhalb dieser Berührungsfläche liegenden, einanderentsprechenden Linien der beiden Krystalle sind mit der Normale derBerührungsfläche stets in einer Ebene und machen gleichen Winkelmit ihr. Aber hier sind zwei Stellungen möglich.

1. Wo jene zwei Winkel aus verschiedenen Seiten der Nor-male liegen, die beiden Linien also einander verlängern. Die pa-rallele Stellung.

L. Wo jene zwei Winkel auf dieselbe Seite der Normale fal-len, die Berührungsebene also alle Winkel zwischen gleichartigen Li-nien halbirt. Die geneigte Stellung.

§.109. Die parallele Stellung bedarf keiner weiteren Ausein-andersetzung. In den zwei Individuen fallen alle gleichartigen Li-nien zusammen und man würde sie für einen Krystall halten können,wenn nicht das Dasein einspringender Winkel oder die Beschaffen-heit der Nebenflächen auf eine Verschiedenheit der bei der Bildungder Krystalle statt findenden Ursachen hinwiesen.

Oft legt sich an den zweiten Krystall ein dritter nach gleichemGesetze n. s. f. Aber sämmtliche Krystalle können immer als ein Ganzesangesehen werden. Die Durchgänge gehen durch alle hindurch, dasLicht wird wie von einem Krystalle gebrochen u. s. w.

Bei der Verbindung mit geneigter Stellung muß man dieseBerührungsfläche nicht mit der äußeren Begrenzung beider Indivi-duen, wo sie sich nach Vollendung ihres Wachsthumes treffen, ver-wechseln; denn diese hängt von zufälligen Umständen ab, von der Mengedes krystallifirenden Stoffes und ist oft ganz unregelmäßig. Dieseshat die Beobachtung etwas erschwert und viele unrichtige Ansichtenvon der Zwillingsbildung veranlaßt. Die Hauptarbeiten sind von:

Mohs und Haidinger im Handb. der Mineralogie undIsis. 1825 610 und 805.

Neumann Schweigg. Jonrn. 1831. I.XIII. p. 444.

Weiß, Naumann, Burhenne, Breithaupt u. A. habeneinzelne Beiträge gegeben.

Meine Darstellung weicht von den oben genannten wesentlich ab.

§. 110. Die Berührungsfläche der Individuen, die in ge-neigter Stellung verbunden sind, oder derZwillingskrystalle,ist immer eine Krystallfläche, deren Coefficienten gewöhnlich 0 oder