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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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350
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Krystallogenie.

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1 sind. Wenn ihre Normale eine symmetrische Lage zur Krystall-reihe hat, so fällt die geneigte Stellung mit der parallelen zusam-men und man kann die Individuen immer als als einen Krystall an-sehen. Dieses ist z. B. der Fall bei den Flächen 100 040 u. 001des Systems mit rechtwinkligen Achsen und 100 des monoklinischen.Aber alle Flächen des triklinischen, alle übrigen Flächen der rhom-bische» und monoklinischen Systeme und die Flächen aller Doppel-pyramiden können als Berührungsflächen bei Zwillingen auftreten.

Im Allgemeinen gehören die Flächen deS einen Krystalls nichtzu denen, welche nach ihrer Lage in dem andern Krystall krystallo-graphisch möglich sind. Es ist also nicht möglich, drei Linien zufinden, welche für beide Krystalle als Achsen dienen könnten. Außereinigen ganz speciellen und wahrscheinlich niemals eintretenden Fäl-len machen nur die hemiedrischen Formen eine Ausnahme von dieserRegel, indem oft die Fläche des einen Individuums den weggefalle-nen oder physisch verschiedenen Flächen des andren parallel werden.

Die merkwürdigste Art von Zwillingen findet sich in einigen Varie-täten des Quarzes, besonders dem Amethyst. Die Krystalle berüh-ren sich in einer Prismenfläche. Alle Prisma- und Pyramidenflä-chen sind daher parallel, aber die schiefen Abstumpfungen der Kan-ten, welche die Pyramidenflächen mit dem Prisma machen, haben inbeiden Krystallen eine entgegengesetzte Lage; in dem einen Krystallsind sie rechts, in dem andren links gewunden (Brewsterklllinb.I'rans.IX. x. 139; Schweigg. Journ. 1831.I.XI p. l). DiebeidcnJndividuen,obgleich einander gleich und ähnlich, können einander nicht decken (§. 16.).

Man hatte sich die Verbindungsart der Zwillinge so vorge-stellt, als wenn in einem in der Mitte durchschnittenen Krystall dieHälfte um 180° oder 120° gedreht würde; oder daß zwei Krystallemit der Oberfläche an einander gelegt und um denselben Win-kel aus einander gedreht wurden. Diese Vorstellung ist für diemeisten Falle recht anschaulich, aber abgesehen daven, daß die Zwil-linge so nicht entstanden sein können, auch nicht ganz richtig.

§.111. An die beiden Individuen können sich noch andere nachähnlichen oder nach verschiedenen Gesetzen legen. Der dritte Kry-stall ist zuweilen dem ersten parallel, ohne ihn zu berühren, undman hat Beispiele, daß die Individuen so an einander liegen, daßder erste, 2., 3., 5. Krystall und dann wieder der 2., 3., 6. pa-rallel war. Diese Anordnung findet sich z. B. bei Kalkspath-