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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Zwillinge.

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blättchen, die mit einer der Hauptdurchgangsflächen über einan-der geschichtet sind. Ein Lichtstral wird an jeder Grenze zweierIndividuen von Neuem gebrochen und eine Vervielfältigung derBilder im Kalkspath dadurch hervorgebracht (Brewster I'kll. Trans.1813. p. 27). Aehnliches kommt im Amethyst, im Glimmeru. a. vor.

Zuweilen reihen sich die Individuen so aneinander, daß 3, 4,oder 6 Individuen ein geschlossenes Ganze ausmachen, z. B. imAnaleim (Brewster), Corund (Hauy), im Eis der Schnee-sterne, die von vielen, aber am besten von Scoresby in seiner Be-schreibung der Polarländer beobachtet und gezeichnet sind, im Fen-stereis von Heffel, im Apophyllit (Brewster); Aragonit undSalpeter (Herrschet, Marx, Erman), Feldspath (Weiß, Neu-mann, Breithaupt, Kobell) u. v. a. Combinationen dieser Art ha-ben einem Krystalle oft den Anschein einer höheren Symmetrie ge-geben, als er besitzt, indem sogar "die Optik, die uns oft soscharfe Beobachtungsmittel darbietet, uns hier verläßt. Man hieltz. B. das schwefelsaure Kali, schwefelsaure Nickel, Zink für optisch ein-facher als sie sind.

§. 112. Zuweilen läßt sich der dritte Krystall durch ei» an-dres Zwillingsgesetz als das, welcher zwischen dem ersten und zwei-ten und diesem und dem dritten stattfindet, aus den ersten reduci-ren. Dieses ist jedoch nur selten und gewöhnlich stehen sie ingar keiner einfachen Beziehung gegen einander. Setzt sich diesesnoch durch einige Glieder fort, wobei die letzten oft dicht an demersten zu liegen kommen, und ist man dann außer Stande, dieUebergänge zu verfolgen, so scheinen die Individuen ganz regellosneben einander zu liegen. Hin und wieder behält aber selbst eine großeAnzahl von Individuen noch eine gewisse Regelmäßigkeit bei, z. B.die Kalkspathkrystalle im Marmor, die oft so gelagert sind, daß derStein eine Durchgangsfläche behält, die durch alle Individuen hin-durchgeht.

Aber dieses ist Ausnahme. In den meisten unsrer Drusensieht man zwischen den Individuen gar keine regelmäßige Lagerungmehr. Dessen ungeachtet halte ich es für sehr wahrscheinlich, daßalle unsren kryftallreichen Drusen sich auf einen oder doch sehr we-nige regelmäßige Krystallaggregate reduciren lassen. Unter dem Mi-kroskop sieht man oft viele Tausende von Individuen ganz regel-