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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallcgenic.

mäßig, gewöhnlich dendritsch, wo die Aeste unter gewissen jeder Kry-stallreihe eigenthümlichen Winkeln ausgehen, an einander gelagert,und man kann die einzelnen von einander unabhängigen Anschie-ßungspnncte deutlich unterscheiden. Dasselbe ist auch bei den an-dern sogenannten Vegetationen z. B. bei dem dendritischen Bau derreducirtcn Metalle deutlich. Was dort bei sehr kleinen Individuenund auf der Fläche stattfindet, ist unstreitig auch im Raume undbei größcrn Krystallen, und könnte man, die scheinbar unregelmäßigeSalzmaffe verfolgend, den vielfach verschlungenen Knoten entwirren,so würde man auch hier die Regelmäßigkeit finden, welche man un-ter dem Mikroskope in dem Beginne der Bildung wahrnimmt.Denn in einer schon im Anschießen begriffenen Salzmasse finden sichvicht leicht neue Centra der Krystallisation.

b. Verbindung heterogener Krystalle.

§. 113. Heterogene Substanzen verbinden sich wie homogene,regelmäßig und regellos, bald gehen die heterogenen allmälig iueinander über, bald setzt sich ein Stoff an einen andern schon längstgebildeten an.

Bei isomorphen Körpern treten solche Verbindungen amleichtesten ein. Wenn zwei isomorphe Salze in Wasser aufgelöstsind, so entstehen sie nicht in getrennten Krystallen, sondern beidegehen eine physische Verbindung ein. Man sieht oft, daß anfangsbloß die eine Substanz anschießt, aber während des Fortwachsensimmer mehr von der andern Substanz aufnimmt, bis endlich dieBestandtheile des Krystalls, wenn er vollendet ist, an dem zuletztgebildeten Ende zuweilen ganz verschieden sind von denen an den,zuerst gebildeten.

Auch unter natürlichen Krystallen sind Beispiele seiner allmäli-gen Umwandlung nicht selten, und nichts ist z. B. gewöhnlicher alszu sehen, daß die Farbe sich in einem ununterbrochenen Individuumvon einem Ende nach dem andren hin verändert, z.B. im Flußspath,im Saphir, im Zirkon, Baryt, Kalkspath u. a. m.

Bei Körpern des tesseralen Systems oder in andren Syste-men, wo die Jsomorphie als Identität angesehen werden kann, hates keine Schwierigkeit, sich das Fortwachsen vorzustellen. Aber derKalkspath kann sich nicht in Talk- oder Eisenspath verwandeln, ohneeine beträchtliche Veränderung in der Lage seiner Durchgänge zu