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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Verbindung heterogener Krystalle. 353

erleiden, und es ist möglich, daß die Krümmungen, die man in demInnern der Krystalle wahrnimmt, zum Theil von solchen Uebergän-gen herrühren sSiehe Cohärenz, Textur abnormer Indivi-duen). Von diesen Uebergängen finden sich fast in allen Krystall-gattungen, welche ein Vicariiren von Bestandtheilen zulassen, Beispielevor. Am leichtesten zeigen sie sich durch eine abweichende Färbung.Diamant und Quarz, welche keine merkliche Veränderung in ihrenBestandtheilen erleiden, haben auch keine von Beimischung her-rührenden Variationen der Färbung. Viele Beispiele bei künstli-chen Salzen haben Mitscherlich, bei natürlichen VerbindungenRichter (Baumgartnev Journal 1833. 2. p. 111), Soret <Mem.flo deuevv I. p. 318) u. a. m. gegeben.

§. 114. Wenn ein Krystall in eine solche Lage gebracht wird,daß ein isomorpher Körper aus einer Auflösung oder durch Sublima-tion an ihm krystallisircn muß, so legt sich dieser oft regelmäßigund zwar in paralleler Stellung an. Von einer regelmäßigen An-legung in geneigter Stellung ist mir kein Beispiel bekannt, obgleichich nicht zweifle, daß man sie ebenfalls finden wird.

Dagegen ist es sehr gewöhnlich, in den Nebenflächen ein» Ver-änderung zu finden, selbst dann, wenn der später angewachsene Kry-stall mit dem frühern in seinen chemischen Bestandtheilen ganz über-einstimmend ist. lieber die Art, wie die Differenz zwischen isomor-phen Krystallen sich ausgleicht, fehlt es auch hier an Beobachtungen.Es scheint jedoch, daß in der Kalkspathgruppe nicht die Hauptachseder beiden Individuen gemeinschaftlich ist, sostderN einer der Haupt-durchgängd.

Ein Anlegen in paralleler Stellung findet sich außer bei denim §. 113 erwähnten Körpern auch im Chrom- und Eisen-oxyd (Wöhler), Chrom- und Thonerdealaun (Berzelius),Alaun und salpeter sauren Blei, Spat h eisensteiu undKalkspath (Wakkernagcl), salpetersauren Natron und koh-lensauren Kalk (Marx), schwefelsauren Eisen und schwe-felsauren Zink öder Kupfer (Mitscherlich).

§. 115. Schon bei isomorphen Krystallen ist eine regelloseAblagerung nicht selten. Noch häufiger scheint sie z» sein, wenn dieKrystalle nicht einmal einer Familie angehören. Wenn man abereinen Tropfen einer Salzlösung auf Glimmer oder Gyps krystalli-siern läßt, so findet oft ein constanter Parallelismns zwischen ge-