Krystallisationskraft.
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gregationen entstehen, je nachdem ich das Salz auf GlaS oder aufeiner schwer zu benetzenden Firnißschicht oder auf Glimmer oder aufeinem Gypsblatte krystallisiren ließ. Ein homogener Krystall nö-thigt das krystallisirende Theilchen zu einer solchen Lage, daß seinehomologe Fläche der Berührungsfläche parallel wird. Ein heteroge-ner Krystall wirkt minder entscheidend, doch bringt auch er in derkrystallisirende« Substanz eine bestimmte, von ihm abhängige Stel-lung hervor. Der Boden eines Gefäßes hat die Kraft die Kry-stallisation so zu determiniren, daß er in einer gewissen Fläche vondem Krystall berührt wird. Ist diese Fläche einmal gegeben, sowerden im Allgemeinen auch für die übrige Begrenzung des Kry-stalls engere Grenzen gezogen sein. Es ist also gewiß, daßdie Anziehungskraft zwischen der Unterlage und demkrystallisirende» Körper einen sehr bedeutenden Einfluß aufdie Gestalt des Krystalles hat, und es bleibt bloß übrig zu unter-suchen, ob sie zu seiner Bestimmung hinreicht. Ich bin geneigt, siefür die einzige Ursache zu halten. Denn die Anwesenheit frem-der, der Auflösung beigemengter Stoffe wirkt vielleicht entwederdadurch, daß sie dem krystallisirende» Körper neue Stützpuncte dar-bieten, oder daß sie den Einfluß des Gefäßes auf das krystallisi-rende Theilchen modificiren.
H. Krystallisationskrast.
§. ISO, So will ich die Kraft nennen, wodurch die abso-lute Lage der Krystallachsen bestimmt wird. Die relative Lagegehört dem Körper an sich an und ist, wenigstens im Sinne derAtomistik, kein Product einer äußern Kraft. Die Gesetze einer phy-sischen Kraft können nur durch eine quantitative Bezeichnung ihrerWirkungen anschaulich werden. Bei der Krystallisationskrast fehltes uns dazu noch an Beobachtungen. Wir müssen uns daher fürjetzt mit einigen Andeutungen begnügen.
Sie wirkt, wie alle Cohäsionskräfte, nur in unmittelbarer Be-rührung, oder in der Sprache der Atomistik nur auf eine unmerk-liche Entfernung mit merklicher Intensität. Man hat zwar auchhier zuweilen ein Beispiel von einer Wirkung in die Ferne aufzufin-den geglaubt. Aber entweder war die Beobachtung unrichtig, odersie muß auf eine andere Weise erklärt werden. Bei den vonWakkernagel (Kastner Archiv. 182S. V. p. 294) angeführten