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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärcnz der Festen, Gefüge.

zenden Strömungen, z. B. von Barytlösung uüd Schwefelsäure,sich treffen, entsteht fester schwefelsaurer Baryt, der nirgends einebedeutende Größe erreichen kann. Nur wo die Bildung des feste»Körpers sehr langsam von Statten geht, wird der Niederschlaggröber. Weinsäure und Kalilösung z. B. geben einen Niederschlag,der um so krystallinischer ist- je langsamer er entsteht (H. Rose).

Auch dre Sublimation ist der Bildung großer Krystalle seltengünstig, weil es der Ansatzpuncte viele giebt, und kalte Luftströmeden Dampf schnell abkühlen. Die Individuen sind dann gewöhnlichso klein, daß man sie nicht einmal mit dem Mikroskope erkennenkann. Wo diese Hindernisse fehlen, z. V. in Hochöfen, werdendurch Sublimation oft schöne Krystalle gebildet.

Am sichersten erlangt man größere Krystalle aus langsam ver-dampfenden oder sich abkühlenden Auflösungen, oder bei sehr lang-samen chemischen Processen. Auf diesem Wege hat man Metalloxydeund andre fast unlösliche Substanzen, die sich sonst nur in einemzarten Pulver bilden, als deutliche Krystalle erlangt, z. B. Kupfer-,Blei-, Kobalt-, Zinnoxyd, kohlensaurer Kalk und selbst Metalle bil-den sich unter solchen Umständen zuweilen in ziemlich große, kry-stallinische oder in blechartige, knollige Massen, wobei der Galvanismusin so fern günstig wirkt, als er die Zahl die Ansatzpuncte sehr vermin-dert. Nur muß die Flüssigkeit rein und unbewegt sein. In bewegten Flüs-sigkeiten fällen kleine Krystalle auf die größeren, und bleiben unregelmäßigdaran haftem Wenn feste Körper darin schwimmen, so bieten sich dieseden Krystallen eben sowohl als Ansatzpuncte dar, wie das Gefäß selbst;die Krystalle werden zahlreich und klein. Wall sagt (Nauoiiest.Nein. 1785. H. 419), daß ein Erbsen- großes Stück Harz ineine Salzsoolenpfanne gebracht, hinreicht, um das Salz feinkör-nig zu machen; bei einem Wallnuß-großen Stücke würde sich garnichts mehr niederschlagen.

So fein aber auch in allen diesen Fällen der Niederschlag seinmag, unter dem Mikroskop zeigt er sich- sobald die Theile einzelnsichtbar werden, als ein Aggregat von Krystallen, die sich von denunter den günstigsten Umständen gebildeten nur durch ihre Größeunterscheiden; niemals haben sie rundliche Formen. Selbst die Haut,mit der sich Kalkwasser auf seiner Oberfläche bedeckt, besteht nachLeeuwenhoek aus einem Aggregat von Krystallen.