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Cohärenz der Festen, Geftige.
Wie Glas, nur zuweilen in noch höherem Grade verhalten sichandere aus einer Gallert erstarrte Körper, Harz, Gummi, Kaut-schuk. Ferner Opal, Vesuvian. Die Unterschiede der Structur,die hier von der Bereitung herrühren, werden auch durch Lebens-processe hervorgebracht. Sie finden sich in allen organischenMembranen und Fasern. Nach Brewster's Untersuchung wird dasLicht polarisirt von Haut, Blase jeder Art, Nageln, Pergament, El-fenbein, Knochen, Federn, Seide, Wolle, Baumwolle, sehr stark vonMenschenhaar und den Krystaülinsen aller Thiere, Unter den Kry-stallen verhalten sich die achsenlosen, Diamant» Kochsalz und andre,dem tesseralen Systeme »«gehörige, wie Glas. Bei den doppelbre-chenden Krystallen, wie Kalkspath, Beryl, konnte Brewster zwar durchDruck keine deutliche Polarisation hervorbringen, aber wahrscheinlichnur, weil die weit stärkere, den Körpern eigenthümliche Kraft dieschwächere der künstlichen Structur - Veränderungen verdeckte.
§. 16. Nachdem Malus die Polarisation durch die Spiege-lung unbelegter Glasplatten entdeckt hatte und man häufig Glasund Kalkspath zusammenbrachte, konnte die polarisirende Wirkungvieler Glasstücke nicht lange mehr verborgen bleiben^ auch wurdesie schon im Jahr 1811 von Arago Klein. Ue 1'^euä. 1811.x. 160 wahrgenommen.
Genauer beobachtete Seeb eck die Polarisation an Glas vonverschiedenen Gestalten (Schweigg. Jvurn. VII. x. 259 und 382),erkannte aber erst 1814 (Schweigg. Journ. XII. p. 1) den Zu-sammenhang der Polarisation und der schnellen Abkühlung, EinigeZusätze zu seinen frühern Arbeiten stehen Schweigg. Journ. 1816.xvm. p. 256.
Weit vollständiger und genauer sind die von Brewster fastgleichzeitig angestellten Versuche, da er sowohl die durch Biegung, Druckoder partielle Erwärmung, als die durch schnelle Kühlung bleibendentstehenden Farben, so weit es die damals bekannten Polarisations-gesetze zuließen, auf quantitativ genaue Gesetze reducirte.
Ueber vorübergehende Polarisation:
Trestise on Xerv xbilosopbivul Instruments, p. 329.
I-bilos. Trsnsuet. 1813 p. 101; 1814 p. 187; 1815 p. 29p. 60; 1816 p. 156, die Hauptarbeit; x. 311; 1819 x. 44, dntheoretischen Resultate aus älteren Beobachtungen.
Ueber bleibende Polarisation: