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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Beobachtungen, Krystallaggregate.

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§. 26. So unregelmäßig in dieser Masse die Individuen lie-ge», wenn wir sie einzeln betrachten, so zeigt sie doch zuweilen einegewisse Regelmäßigkeit in ihrer Structur. Wenn man sie in derForm von Platten schwingen läßt, so haben sie in den Tönen einMaximum und ein Minimum, die um die Quinte verschieden seinkönnen, was auf eine Verschiedenheit in der Elasticität deutet, dieüber 1 : 2 beträgt (Savart Xn». Ob. 1829. Xl >. x. 61.).

Dem polarisirten Lichte ausgesetzt, zeigen sie eine Annäherung andie Eigenschaften der ein - und zweiachsigen Krystalle; und selbst durchZerbrechen finden sich Spuren alle Individuen durchschneidenderDurchgänge (Siehe Krystallkunde §. 112.). Die Ursache liegterstlich in der Größe der einzelnen Krystalle und ihrer Anzahl,wodurch die nach verschiedenen Seiten wirkenden Kräfte nicht gänz-lich neutralisirt werden, sondern nach einer gewissen Richtung Ma-xima und Minima haben. Je kleiner die einzelnen Individuen sind,desto mehr geht jede Spur des Gefüges verloren, und wenn die ein-zelnen Theile mikroskopisch werden, was besonders bei mechanischenVerbindungen der Fall ist, so ist die aus dieser Ursache hervor-gehende Wirkung ganz verschwunden. Zweitens in der regel-mäßigen Lagerung der Theile. In einer dünnen Kochsalzplatte, diedem Boden des Gefäßes, in dem das Salz krystallisirtc, parallel ist,ist in allen Individuen eiue Würfelfläche der Tafel parallel. Eben so ist'sbei dem Salpeter, dem Glaubersalz und den meisten übrigen Salzen;sehr deutlich beim Eise, das sich auf der Oberfläche von Wasserbildet, wo die Hauptachse des Eiskrystalles stets senkrecht auf dieWasserfläche ist. Am stärksten sind die Wirkungen einer unregel-mäßigen Lagerung bei saftigen und blättrigen Substanzen, wo dieIndividuen, wenn sie auch nicht ganz parallel stehen, doch fast im-mer eine Richtung gemeinschaftlich haben. Man ist durch solcheBeobachtungen zuweilen verleitet worden, ein Krystall-Aggregat füreinen einfachen Krystall zu halten.

§. 27. Es ist eine nicht selten aufgestellte Hypothese, daßsämmtliche Naturkörper nach ihrer Gestaltung in drei Klassen ge-theilt werden können.

1) Wo alle Dimensionen einander gleich sind.

2) Wo eine Dimension kürzer ist.

3) Wo eine Dimension vorherrscht.

und man gründete darauf verschiedene naturphilosophische Specula-