Krystallisirbarkeit.
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die früher einen Theil eines lebenden Organismus ausmachten, zuleugnen, als bei dem GypS oder dem dichten Kalkstein. Aus demOrganismus ausschiedene Substanzen finden sich dagegen sehrhäufig in deutlichen Krystallen vor; sie mögen ganz aus dem Kör-per entfernt, oder in einer seiner Höhlungen abgelagert sein. DieGallen- und andre Steine bei den Thieren, eine Menge von festenSubstanzen, die in den Zellgeweben von Pflanzen und Thieren,selbst in der Nervcnsubstanz abgelagert sind, bestehen aus deutlichenKrystallen. Ja vielleicht läßt sich mit hinlänglich scharfen Mikro-skopen alles Feste, welches in dem Organismus seine Bildung voll-endet bat, als Krystall erkennen, indem die wahrscheinlich sehr lang-same Bildung dieser Stoffe das Krystallinische befördert. DieHauptarbeiten sind:
Ehrenberg Pogg. Annal. 1833. XXV111. p. 46S. Ueberdie Bildung von Krystallen in thierischen Substanzen.
Turpin Xun. clos 8eiell6<m naturell. 1832. XXV. p. 445.Ueber die Krystalle in Vegetabilien.
III. Krystallisirbarkeit.
§. 37. Zwischen der Textur oder der Krystallform und derchemischen Beschaffenheit findet also im Allgemeinen kein unmittel-barer Zusammenhang statt. Aber die Fähigkeit, sich zu Krystallenzu formen, ist bei verschiedenen Stoffen sehr ungleich, und-hierhaben, neben der Art der Entstehung, die chemischen Bestandtheileeinen beträchtlichen Einfluß.
Man theilt alle Körper in krystallinische und unkrystallinische,und pflegt zu den letzten alle diejenigen zu rechnen, bei denen eineKrystallform oder Durchgänge nicht sichtbar sind. Wir wollen denBegriff enger fassen und nur diejenigen unkrystallinisch nennen,bei denen man durch keines der physischen Hilfsmittel, die uns zuGebote stehen, eine Spur von Krystallbildung wahrnehmen kann.
§. 38. Es gehören zu den krystallisirbaren fast alle chemisch»„zersetzten Substanzen. Die schmelzbaren Metalle können ge-wöhnlich leicht krystallinisch gemacht werden. Eisen, sowohl wennes ganz kohlenfrei ist, als wenn es mit der Kohle die neue chemi-sche Verbindung des Spiegeleisens bildet, ist sehr krystallinischund nur die mechanischen Gemenge von Kohle und Eisen, oderKohleneisen, der Stahl und einige Gußeisenvarietäten zeigen keine kry-