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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärcnz der Festen, Gefnge.

stallim'sche Bildung, sondern nur Aggregate von Körnern oder Fa-sern, die entweder durch die Bearbeitung abnorm gewordene, odersehr kleine Krystalle sind. Eben so verhalten sich andre Metalleund Lcgirungcn. Schwefel und Jod sind sehr leicht krystallisir-bar. Auch Phosphor zeigt sich, wo er sich langsam bildet, in Kry-stalle», und wenn er, geschmolzen, keine deutlichen Krystalle zeigt,so nimmt man sie auch in kleinen Massen geschmolzenen Schwefelsnicht wahr, obgleich dieser erweislich ein Aggregat von Kry-stallen ist.

Dir Metalloryde sind, wenn sie nicht geschmolzen sind,meistens in Pulverform, die unstreitig Hansen von Krystallen sind,welche, wenn sie, wie bei den galvanischen Versuchen Becgue-rel'S und andren sehr langsam wirkenden chemischen Processen,entstehen, einen zur Beobachtung hinlänglichen Umfang erlangen.

Die Chlor-, Jod- und Brom-Verbindungen sind meistensdeutliche Krystalle. Von den Schwefel- und Phosphor-Verbin-dungen sind die in der Natur vorkommenden gewöhnlich schön kry-stallisirt, die künstlichen sind bald pulverförmigc Aggregate, baldGallerte. Aber sie sind auch selten rein und gewöhnlich ein Gemengevon mehreren Verbindnngs-Stufen.

§. 39. Bei den Salzen ist eine sehr bestimmte Beziehungzwischen der Krystallisirbarkeit und der chemischen Zusammensetzung.Man kann die Säuren und die Basen nach ihrer Krystallisirbarkeitordnen. Die Alkalien bilden nämlich beinahe mit jeder Säurekrystallinische Salze; die Schwefelsäure, Salpetersäure undeinige andre Säuren beinahe mit jeder Base. Diejenigen Basenoder Säuren, welche selbst mit ihnen keine deutlichen Krystalle ge-ben, werden den sehr schlecht krystallisirenden beizuzählen sein. Sofindet sich folgende Anordnung, die zwar nichts weniger als voll-kommen genau ist, jedoch alS eine annähernde Uebersicht hierstehen mag.

Gut krystallinisch sind die Verbindungen von: Salpeter-säure, Kleesänre, Ameisensäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Citronen-säure, Schwefelsäure, Selensäure. Minder gut sind Salzsäure,Arscniksäure, Phosphorsäure. Dagegen sind sehr wenig kry-stallinisch die Salze von Borarsäure, Flnßsäure, Kieselsäure, Va-nadinsäure, Tellursäure, Weinsäure, Aepfclsäurc, die Chinasäuren,die Qucllsäurcn, die Oel- und Talgsäuren, die Gallertsänrc u. a. m.