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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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387
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Krvstallisirbarkeit.

3b-7

Nach den Basen geordnet, stehen die Salze der Alkalien undder organischen Alkaloide an der Spitze. Dann kommt Lithium.Minder häufig krystallinisch sind die Salze von Baryum, Stron-tium und Blei; noch weniger scheinen csTalk- und Kalksalze zusein. In der Regel nicht krystallisirt sind aber die Verbindungenvon Ccrium, Uttrium, Glycium, Zinn, Titan, Alaun und Zirkon,Rhodium und Osmium. Die Salze der meisten übrigen nochnicht genannten Metalle sind meistens leicht krystallisirbar, dochwie es scheint, Eisen, Nickel und Kobalt in einem etwas geringernGrade, als Zink und Kupfer. Isomorphe Körper stehen also auchin ihrer Krystallisirbarkeit einander ziemlich nahe.

Hydrate krystallisiren leichter als Alkoholate.

Oele, Zuckerarten krystallisiren, wenn sie ganz rein sind, meistensg n t. Butter, Wachs n. s. w. sind Gemenge mehrerer Stoffe.Harz, Gummi, Kleber, Schleim und andre organische Producte kry-stallisiern nicht leicht.

§. 40. Die von mir als unkrystallinisch bezeichneten Körper un-terscheiden sich in dem ganzen Gange ihrer Bildung von den deut-lich krystallinische». Diese werden entweder zu einzelnen oder ver-bundenen Krystallen, oder zu Haufen von Pulver, die mau eben-falls für Krvstalle zu halten berechtigt ist, weil sie sich bei langsamerBildung, sobald man mit dem Mikroskope ihre Gestalt erkennenkann, als Krystalle zeigen, und nur selten ist das Pulver zu einerdichten, scheinbar amorphen Blaffe verbunden. Die nicht krystalli-nischen dagegen senken sich gar nicht als Pulver nieder, sondernals eine ganz weiche Gallerte, oder als zarte Flocken, die sich langeZeit in der Auflösung halten und dann einen voluminösen Nicder-schlag bilden, der gleich anfangs eine gewisse Consistenz hat, diemit dem Entweichen flüssiger Stoffe und mit der Zeit immer mehrzunimmt, und statt des einer vollkommenen Flüssigkeit nahen Zu-standes, allmälig die Consistenz von Seifcnwaffer, Honig, Butter an-nehmen, und entweder zu einer elastischen, weichen Masse, wieGummi, Kantschuck und selbst Pfeifeuthon, oder zu einer sprödenHorn-ähnlichen Masse werden, die zuletzt in ein wahres mehr oderweniger hartes und sprödes Glas übergehen, wo keine Spur eineskrystallinischen Gefüges, weder durch die Polarisation des Lichtes,noch durch Zerbrechen, wahrgenommen werden kann. Ganz ähn-

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