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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Festen, Gefüge.

liche Formen, aber gewöhnlich ohne diese Gradation in einerund derselben Substanz, stellen sich auch bei der Sublima-tion ein.

§. 41. Auch gegen die Wärme ist das Verhalten der ebenbeschriebenen Körper sehr verschieden von den krystallinischen. Wenndiese durch die zum Schmelzen nöthige Erwärmung. keine Verände-rungen in ihren Bestandtheile erfahren, so ist der Uebergang zwi-schen den festen und flüssigen Aggregatzuständen in der Regel soscharf als bei dem Eisen und den sich präcipitirenden Salzen. Vonder Ucberschmclznng abgesehen, ist der Schmelzpunct constant. Dieunkrystallinischen Körper dagegen haben bei ihrem Uebergange die-selbe Stufenfolge, welche ich so eben bei ihrem Niederschlage ange-gen habe. Das spröde Glas, wie der elastische Gummi, werdenweicher, gemein biegsamer und sinken endlich durch das Gallert-artige zum vollkommen Flüssigen hinab. Wenn daher einige unkry-stallinische Körper nicht alle Stufen der Reihe durchlaufen, so rührtdieses wahrscheinlich von der niedrigen zu ihrer Schmelzung nöthi-gen Temperatur her, und man würde such sie als Glas erlangen,wenn man über eine größere Kälte gebieten könnte. Auch bei vie-len chemischen Processen, z. B. im Löthrohr, zeigt sich der Unter-schied zwischen beiden Körperklassen. Die nicht krystallinischen Kör-per blähen sich oft lange, ehe sie schmelzen, zu einem volumi-nösen Schaume auf. Selten ist's, daß ein krystallinischer Körpersich eben so verhält; gewöhnlich zerfällt er in Pulver, wenn er vorseinem Schmelzpunkte zersetzt wird.

§. 42. Eine andre Eigenschaft, welche allen diesen unkrystalli-nischen Körpern zukommt, ist ihre Fähigkeit an einander zu haf-ten, ihre starke Adhäsion, ihre Schweißbarkeit. So lange näm-lich die Körper in ihrem Bildungsprocesse eine gewisse Grenze nichtüberschritten haben, also bei Auflösungen, bei einem gewissen Gradevon Trockenheit; bei der Bildung durch Wärme, oberhalb einergewissen Temperatur, können zwei homogene Individuen mit ein-ander durch bloßes Aneinanderlegen mit Hilfe eines Druckes ver-bunden werden. Dieser Druck kann um so kleiner werden, je weiter sichdie Consistenz von der des Glases entfernt. Zwei Stücke Eis oderSalz vereinigen sich niemals zu einem Ganzen, wenn man sie nichtvorher schmilzt; 2 Stücke homogenes Glas, Gummi, Kautschuck u.s. w. lassen sich bei einer angcmcssenenen Abänderung der Tempc-