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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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418 Cohärenz der Festen, Elementarbewegungen

Den ersten Draht, der beinahe constant geblieben war, ausge-nommen, war der Verlängerung im zweiten Jahre der im erstenbeinahe gleich, und die Belastung nahe proportional der angewen-deten Kraft. Sie hätte daher wahrscheinlich noch eine Zeit lang fortge-dauert. Im dritten Jahre riß der vierte Draht, aber er hatteeinen Fehler. Vermuthlich hatte Vicat die anfängliche Länge ersteinige Zeit nach dem Aufhängen des Gewichts bestimmt. Sonstwürde er wol im ersten Jahre eine beträchtlich stärkere Verlänge-rung gefunden haben.

Bei der Untersuchung von Metall bedient man sich am bestender Transversalbiegung. Vergleichende Beobachtungen der bleiben-den Veränderung bei Torsion, Längen - und Querspannung in Stä-ben und Drähten sind nicht schwer zu machen, und würden vonvielem Interesse sein.

§.74. Eytelwcin hat an einigen der Holzarten, derenElastitität und Haltbarkeit er bestimmte, auch die Biegung während vielerMonate von Zeit zu Zeit beobachtet. Da nicht zu erwarten ist,daß sich Jemand einer ähnlichen langwierigen Arbeit mit gleicherSorgfalt und Ausdauer so bald unterziehen werde, so gebe ich hiermehrere seiner Versuche auf folgende Weise berechnet:

Die in der Tabelle neben Last stehende Zahl, ist das ander Mitte des an den Enden lose aufliegenden Holzstabes ange-hängte Gewicht, wobei das zum Zerbrechen nöthige Gewicht— 1 gesetzt ist. Wo dieses nicht unmittelbar angegeben ist, habeich es aus andren Beobachtungen berechnet.

Die erste Rubrik ist die seit dem Auflegen verflossene Zeitin Stunden. Die zweite Rubrik ist die bleibende Biegung derMitte; ich fand sie, indem ich die von Eytelwein beobachtete totaleBiegung durch die von der Elasticität allein herrührende dividirteund 4 abzog. Die dritte Rubrik endlich ist die Stundenzahl, inwelcher die Mitte, wenn die Senkung mit der zu einer gewissenZeit statt findenden Geschwindigkeit gleichförmig fortschritte, eine dervorübergehenden gleiche, aber bleibende Senkung erlangen würde. Ichhabe sie unmittelllar aus Eytelweins Angabe berechnet, während ichhier nur einige den Gang der Veränderung bezeichnende Beob-achtungen hervorgehoben habe. Man würde also für die Ge-schwindigket keine richtigen Angaben finden; wenn man sie aus denbeide» ersten Rubriken meiner Tabellen ableiten wollte. Wegen