Band 
Erster Band.
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Aufsicht, und die Hugenotten standen als Staatskörperdem Königthum gegenüber. Im Ausland war Frank-reich ohne Achtung.

Ein kränklicher, an Körper, Herz und Geist schwa-cher Mensch, Ludwig XIH., folgte der verhaßten Mut-ter unter dem Titel eines Königs, zuerst unter derVormundschaft Luines, dessen Talent darin bestand,Vögel zur Jagd zu dressiren, und später des CardinalsRichelieu. Anne von Oestreich, seine Gemahlin, gebührtnach 22jähriger Unfruchtbarkeit, einen der kräftigstenund schönsten Knaben, wie sie nur ein gesunder Mannerzeugen kann, zum Erstaunen des Vaters, „den dieEhe bezeichnete," und der Mit- und Nachwelt, geeignetzu einer Preisaufgabe einer Akademie über die Natur-kräfte und die Legitimität im civilistischen und politi-schen Sinne. Der Cardinal von Richelieu — einÜ0INN8 im neuen Style, wie Pipin unter Chil-derich III. im alten — hatte die Charakterstärke einesHelden des Alterthums, Italienische Verschmitztheit undrichtigen Blick über die Lage des Reichs von außen undvon innen, war aber ohne Liebe für die Menschheit, ge-müthlos, kalt, verschlossen, für Tugend und Gerechtigkeitohne Sinn, und unerfahren in dem, was dem Volke gebührteund Noth that. Im Staate sah er die Monarchienur als Zweck, nicht als eine Institution imeinzigen Interesse desVolks. Sein höchstes Zielwar: Unbeschränktheit des Königthums, das heißt, derMinister; Glanz des Hofs; Ausdehnung des Territo-riums ; Furcht und Uebergewicht im Ausland. Indessenbleiben ihm drei Verdienste, so unrein auch die