Band 
Erster Band.
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Triebfeder war, die ihn leitete: seine Politik gegen dieAllmacht Oestreichs, die Unterwerfung der Hugenottenmit billiger Duldung und dem Schutze der Regierung,und die Bändigung der Aristokratie. Hierdurch vor-züglich gab er der Monarchie Kraft. Doch dieser Ge-winn für das monarchische Princip wurde theuer er-kauft : zahllose Justizmorde — immer von Commissionenverübt, zertrümmerten die persönliche Freiheit, die Rechtedes Menschen und Bürgers. Seine Ordonnanz vomJanuar 1629 und sein „politisches Testament" zeugenvon seiner argwöhnischen und jesuitischen Politik. Un-ter dem abgedroschenen Vorwande, Schmähschriften zuverhüten, unterdrückte er die Freiheit der Presse. Erselbst und der König gaben sich den Cardinal Mazarinzum Nachfolger, gleich geschickt in Italienischer Kunstder Politik, aber noch weniger gewillet und tauglich,die Noth des erdrückten Volks zu erleichtern. Stützeund Gehülfe im Amt war ihm Emery, früher zumGalgen verurtheilt, der nur Einen festen Grundsatzhatte, „daß Treue und Aufrichtigkeit, außer bei Kauf-leuten, sonst überall Verbrechen sey." Als Ludwigstarb, war die Staatsschuld um 40 Millionen größer,als beim Tode seines Vaters, trotz der Redactionender Renten, welche Concini und nachher Richelieu ge-macht hatten. Aber das jährliche Bruto - Einkommenwar von 26 auf 79 Millionen gestiegen.

Die Geschichte der Fronde, dieses durch Witz undSpötterei lächerlich gemachten, gleichwohl auf die Re-volution großen Einfluß äußernden bürgerlichen Kriegs,stellt das treueste Gemälde aller Verworfenheit der