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wollte Aufhebung aller Arten von Privilegien, derManchen und Zölle im Innern, aller Reste des Feu-dalsystems mit allen seinen Wirkungen, Gleichheitder Besteuerung, Aufhebung der Salzsteucr, der Ver-pachtung der Finanzen, gleiches Recht zu allen öffent-lichen Aemtern, Aufhebung der Vcrkäuflichkcit derStaatsstellen, eine verbesserte Justizverfassung, Revisionder Criminalgesctzgebung und Einführung der Jury,Einförmigkeit der Civilrechte im ganzen Reiche, Aufhe-bung des Erstgeburtsrechts und der Familien-Fideicom-misse, ein kostenfreieres und einfacheres Verfahren inCivilsachcn, Beschränkung der Nabulisterci der Procu-ratoren und Reduktionen in den Staatsausgaben. *)
3) Verfolgung der Protestanten.
Während zwei Jahrhunderten **) wurden Millionen
*1 Daß dies IN Frankreich damals der herrschende Geist derZeit war, ergibt sich theils au« den Vollmachten der nachher zurVersammlung der Reichsstände im I. 178!) ernannten veputirreniCahier«), theils aus der Erklärung deS KönigS in der berühmtenSitzung des 23. Juni 1789, theils aus der Begeisterung in derNacht vom 4. Aug. 1789, von welchen nachher die Rede ist. Be-merkcnswerth ist, daß der Land-Adel (mit Ausnahme deS Adels>» Bretagne) größtentheilS, und selbst die Minister und einigeder ausgezeichnetsten Glieder deS Parlaments darin mit demMittelstände übereinstimmten.
"1 Sie beginnen unter Franz I. mit dem sogenannten Placa-denjahre (1535): es wurden nämlich Placaden zu Paris, sogaram Lvuvre, angeschlagen gegen die Lehre vom Sacrament desAbendmalS. Darauf Prozesstonen, wobei der König mit der Kerzein der Hand selbst ging. Da erklärte er, „daß, wenn sein Armvom Gifte der Lutherischen Ketzerei angesteckt wäre, er ihn selbst