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Erster Band.
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thauen, die ihm nichts zu Leide gethan, die nur ihreRechte als Menschen forderten, erschossen hatte, dieAufhebung des Edicts von Nantes, die barbari-schen Dragonaden, die Grausamkeiten in denCevenuen (s) unter Ludwig XIV., die Hinrichtung

umgekommen seyen. In den Schreiben de» Königs an fremdeHöfe und in den I^ettrei patenten an die Provinzen ist dieSprache abweichend: in den erstern wirft er die Mordgeschichteauf die Rache der Guisen gegen Colign», und in den letzteren:„er sey Alles auf seinen Befehl geschehen, um die Hugenotten zubestrafen " Außer dem Gouverneur von Bayonne. Vicomted'HvrteS (nach Montetquieu Dortes und von Andern wieder an-ders geschrieben) nennt Sully noch: den Grafen von Tende (inder Dauphine), den Grafen von Charny (in Bourgogne), Franzvon Mandelöl (in Lyon), von Gorde« de St. Hera» (in Auvergne)und de Earonges als diejenigen, welche dem Befehle des Königs,die -Hugenotten auf ähnliche Art ermorden zu lassen, nicht ge-horchten. Der Herzog von Anjvu (Heinrich III.) kam, auf derReise nach Polen, nach Heidelberg, wo ihn der Kurfürst Fried-rich III. verächtlich empfing und in einen Saal führte, in welchemdie Gräuel-Scenen der Bartholomäusnacht abgemalt und der Ad-miral u. A. sehr gut getroffen waren. An der Tafel sprachen dieHofleute immer nur von den „Lothringischen Schlächtern" (Guisen)und „Italienischen Berräthern" (die Königin Mutter).

*) Vor und nach Aufhebung des Edicts von Nantes ließ Lud-wig, auf Betreiben der Jesuiten, des Kanzlers Le Testier unddessen SohnS, des Ministers Louvois, Dragoner in die mittäg-lichen Provinzen schicken, und die schrecklichsten Grausamkeitenwurden durch sie an den Protestanten verübt, wiewohl des KönigsAbsicht nur die gewesen seyn soll, sie durch Furcht zum katholi-schen Glauben zu bringen. — Mehr als 700,000 Menschen fandenMittel auszuwandern. trotz aller Maßregeln dagegen, weil dieNation auf jede Weise ihnen zu Hülfe kam.

(-f) Der Aufstand in den Cevennen-Gebirgen entstand im Z. 1703