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Zweiter Band.
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Römischen Kaiser, Diokletian, -) — dem Philoso-phen, der aller Wahrscheinlichkeit nach aus eigenemAntriebe die Krone niederlegte, nachdem er vorher „dieMajestät" (seiner Ansicht nach den damaligen schwierigenZeitverhältnissen gemäß, um der Monarchie ihre Würdewieder zu geben) „mit einem imponircndcn Pomp umge-ben und die Ceremonie der Anbetung befohlen hatte,"aus seinem Herzen entquoll. Was aber Diokletian ge-stand, mag noch weniger einem unserer Fürsten unrühm-lich seyn, ebenfalls einzugestehen: und wollte er esnicht; so sprechen tausend und abermal tausend That-sachen, daß der Kaiser die Wahrheit erkannt, nur dieWahrheit gesagt hatte.

Es ist zwar nicht zu läugnen, daß Fürsten von großerMenschen- und Weltkenntniß das Problem, weise und —was noch schwieriger ist, — die für jeden der verschiedenenZweige der höheren und unteren Verwaltung tauglich-sten Männer zu finden, leichter lösen werden, als die,welche von Kindheit an nur unter ihren Höflingen lebten;aber auch jene befinden sich selten oder nie im Stande,selbige zu kennen, und begehen große Mißgriffe, so-gar in Beurtheilung derer, die ihnen persönlich bekannt

*) Aufbehalten von Vopiscus im Aurelian. ( Mstor.^u§ust.) Vopiscus hatte aus dem Munde seines Vaters ver-nommen, der zu DiocletiaU's Zeiten lebte, daß der Kaiser dieseKlage in vertrauten Unterredungen mit seinen Freunden führte.S. Buchholz philos. Unters, über die Römer, II., S. 282.

Worte I oh. Müller's in der allgemeinen GeschichteVIII., 10.

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