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Zweiter Band.
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Montesquieu, I — „welche der König vcrurthciltwissen wollte, von ihren eignen College« gerichtet."Wol sey, den vielvermögenden, jetzt in Ungnade ge-fallenen Minister, den Bischof Johann Fisher, dieKönigin Anna Boleyn, ihre Verwandten, ThomasCromwell und viele andere opfert"« die gesetzgeben-de,« Richter dem Willen des Despoten. So auch unterseinem Sohne, Eduard VI., zuerst Seymour, dannSommerset; unter Maria den Herzog von Nor-thumberland und die edle Johanna Gray. Ichwill nicht wiederholen, was ich schon von der grausa-men Rechtspflege des Parlaments unter Carl I. ge-sagt habe: aber auch noch unter Georg I. wurden dieMinister, welche den Utrechter, von zwei Parlamentengebilligten, Frieden geschlossen hatten, auf Walpoleund eines Lords Anklage, vom dritten Parlamente zumTheil verurtheilt, zum Theil schmählich verfolgt. *")Diese Beispiele beweisen zweierlei: erstlich, daßdie Pairskammer bald des Monarchen, bald des Vol-kes, bald beider zugleich natürlicher Gegner war, wiees ihr Interesse gebot, wie es die Natur der Aristokra-tie mit sich bringt; und zweitens, daß kein treuerMinister seines Herrn der Verfolgung entgehen kann,wenn eine solche unnatürliche Verbindung der gesetz-

ksprit stes I^oix XII., 22.

**) Denn Anna hatte zwölf neue Pairs ernannt, um dieWhig-Partei zu stürzen, und Georg seine Minister aus der ge-stürzten Partei genommen. Der Parteigeist wüthete dort und hier,und die Pairskammer — wogte, wie die Depulirtenkammer.