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Zweiter Band.
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Schul- und Aktenstaub blenden bisweilen ihre Augen,und ihre Bücher lehren sie zwar die Menschen kennen,wie sie die Autoren machten, aber nicht so, wie sie derliebe Gott schuf. Die Alten, welche uns. heute nochzum Vorbilde dienen, waren keine Gelehrten, wie wirheute sind, aber desto größere Denker, desto schärfereBeobachter der Natur und der Schlupfwinkel des mensch-lichen Herzens. Der große Feldherr Catinaterlangte seine militärischen Kenntnisse nicht aus Büchern,sondern sein Genie, sein scharfer Verstand gab sie ihm.Die größten Thaten sind von Männern verübt worden,welche unsere Weltmenschen, ehe jene Marschälle wur-den, kaum über die Achseln angesehen haben würden,nun aber vor ihnen die Knie beugten. Unter den Be-merkungen, welche im Staatsrathe über einige Gegen-stände des bürgerlichen Rechts gemacht wurden,zeichnen sich die Ansichten Napoleon's durch ihren

kenntniß überreiche Montaigne (ILssaix I., M), — „beobach.ten mit mehr Wißbegierde, als gemeine Leute, und auch Meh-rerer; aber sie machen ihre Glossen dazu: und um ihre 'Auslegunggellend zu machen und sie Andern zu überreden. können sie sichnicht enthalten, Li «Sache ein wenig zu ändern. Niemalsstellen sie solche rein bar; sie neigen und maSkiren sie nach demAussehen. daS sie gefunden haben wollen, und um ihrem UrtheileWerth zu geben und Andere davon zu überzeugen, leihen sie gerneder Sache Etwat von dieser.Seite her, erweitern und dehnensie aus."

*) Dies gestehet und belegt einer der gelehrtesten Juristen,die je lebten, Z. V. Gravina, in der — seinem Orig. jnr.elv. angehängten Oratio äs repetenä. koiltib. äoctrin. (t.lp!>.>717, in 4" 612 ) unübertrefflich.