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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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mcn, wie eine wirkliche Krystallisation, und das Eis erhaltsein specifikes Gewicht. Wenn aber die Entziehung dert Warme an von Winde bewegten oder schnell fließenden

Oberflächen geschieht, so wird theils durch immer neu indie Stelle der vorhin daselbst gewesenen eintretenden Waffer-theile die Entziehung der Wärme unvollkommener, theilsverhindert die Bewegung selbst das Zusammengehen derTheile zur Erstarrung. Daher erhält solches Eis weder seinevöllige Leichtigkeit noch sonstigen Zusammenhang; es kanndaher zusammengeschoben noch untersinken, und da es überflachen Stellen von dem Grunde stärker als Wasser ange-zogen wird, so legt es sich auf denselben, und nimmt auchvon dem Material des Grundes an seiner untern Flache an.Sobald aber die Beraubung der Wärme zunimmt, und» das Eis sich völlig zusammenzieht, und dadurch seine eigen-

thümliche Leichtigkeit erhält, so wird es wieder flott, odervereinigt sich mit dem Eise an der Oberfläche. Dies istdie Entstehungsart des bekannten Grundeises, welche dem-nach nicht an dem Grunde selbst Statt finden kann, wiesonst Viele geglaubt haben.

§. 4.

Das Wasser in seinem reinen Zustande hat bei demUebergange aus dem Eise in die tropfbar flüssige Form oderbei 0° noch nicht seine größte Dichtigkeit, sondern erst bei4|° und bei dieser Dichtigkeit ist sein als Maas angenom-menes eigenthümliches Gewicht1,000, und der rheinlän-> bische Duodecimal - Cubik - Zoll wiegt 288 Gran. Bei und

unter 0° geht dasselbe in die starre, und bei 100° in dieelastisch flüssige Form über, oder es siedet.

H. 5.

Der bei der Temperatur von 100° erzeugte Dunst

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