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zwischen haben die daher unter sehr verschiedenen Tempera-turen sich ergebenden chemischen Erscheinungen, keine Be-ziehung zu der Hydrotechnik, weil man in derselben es nurmit Wasser von eingeschränkter mittlerer Temperatur zu thunhat; da auch, wenn durch erhöhete Temperatur in demeigenthümlichen Gewichte des Wassers eine Abnahme geschähe,alle Vorrichtungen, doch nach dem möglich größten Gewichte,und der davon abhängenden Stoßkraft des Wassers be-rechnet werden müssen.
Man hat daher die Cohäsion des Wassers als denCocfficientcn zu betrachten, der bei mittlerer Wärme die Formdes tropfbar flüssigen Wassers zwar bedingt, aber als inderselben schon enthalten, nicht weiter in Berechnung kömmt.
§. 10 .
In der Masse des Wassers ist die Schwere seinerAtomen und vereinigten Theile, die Wirkungen, welche beider leichten Verschiebbarkeit derselben, durch jene hervorge-bracht werden, oder die Erscheinungen, welche die Schwerebei dem Wasser veranlaßt, der Hauptgegcnstand der physi-schen und mechanischen Betrachtung, weil die Gesetze 'derSchwere das Verhalten des Wassers sowohl im Zustandeder Ruhe, als bei, der Bewegung desselben bestimmen.
Wie die Schwere im Zustande der Ruhe und desGleichgewichts in dem Wasser wirkt, wird in der Hydrostatikgelehrt, die in jedem Lehrbuche der angewandten Mathema-tik oder der Naturlehre vorgetragen, lauter völlig bestimmteSatze enthält, welche keinen Zweifeln mehr unterliegen, unddie ein Jeder, der sich mit dem Wasser beschäftigen will,(Wäscherinnen und Köchinnen ausgenommen) kennen muß.Deßhalb würde es überflüssig sein, dieselben hier zu wie-derholen.