13
stände, unter welchen dasselbe gilt, häufig bei obern Gebirgs-strdmcn, und bei allen künstlichen Waffer-Ueberfallen.
H. 15.
Da die Ursache der Bewegung des Wassers eine be-schleunigende Kraft hat, die im Falle durch größere Höhenim Verhältniß von deren Quadratwurzeln zunimmt, sofolgt: daß wenn st bei eigner Neigung des Bodens JDFig. 1. oder JG Fig. 2. größer wird, auch die Beschleu-nigung wachsen müsse.
Mit der durch st — zy Fig. 1. erlangten Gcschw. cdurchläuft das Wasser auf AB nur die Länge ux — c ineiner See., folglich, wenn zy bei B erst = h geworden
wäre, die Länge uB in ^ Secunden.
Z. B. sei (wie in H. 13.) st —2', und das ihmzugehörcnde G — 11,18; uB — 44,72; so würde die Länge„ . 44,72
iiB in g — 4 Secunden durchlaufen werden.
Dies ist das, was man Eefälle nennt, oder der Un-terschied der Oberflächen des Wassers bei A unb B =? zy— st im Verhältniß zu der Länge von uB. In künstlichenGerinnen und Canälen kann man dasselbe sehr genau ver-theilen und die absoluten Geschw. für jedes st leicht berech-nen; bei natürlichen Flüssen ist dasselbe mancherlei Verände-rungen wegen Ungleichheiten des Bodens, und der gegen-überstehenden Ufer, oder wegen anderer zufälliger Hindernisse,die ein Stromprofil theilweise verengern, unterworfen. Dennwenn durch ein engeres Stromprofil nicht so viel Wasserablaufen kann, als ihm durch ein vorhergehendes weiteresProfil zugeführt wird, so muß das zurückgehaltene Wassersich ansammeln und in seiner Oberfläche so weit erheben,