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selten auf lange Strecken, gerade Linien halten. Ausge-macht ist aber der Satz: „daß in allem fließenden Wasser„die größte Geschwindigkeit in den Perpendicularen über„den größten Tiefen sich befinde."
§. 20 .
Bei solchen Ungleichheiten der Geschwindigkeiten, welchein einem Profile eines Stromdurchschnittcs gleichzeitig Stattfinden, ist es nicht leicht die Wasscrmengen zu bestimmen,wcche durch dasselbe in einer gegebenen Zeit abfließen, weilnicht allein die durch den Abhang von den Ufern verkleinerteFläche desselben, sondern auch die von der Adhäsion ver-minderten Geschw. in Betrachtung kommen, welche letztem, daes darüber noch an hinreichenden Erfahrungen fehlt, in jederLage erst durch Beobachtungen auszumitteln fein würden.Doch auch diese Schwierigkeit ist noch nicht die größte,sondern die Ungewißheit, welche bisher in den Erklärungenvon den Ursachen des großen Unterschiedes, welchen alleBeobachtungen zwischen den Geschw. der Fallhöhen und denmittlern Geschw. der Ströme selbst, ergeben, geherrscht hat.
Anmerkung. D’Aubuisson pag. 109. Traite (D’IIy-draulique) stellt das, was über mittlere Geschw. desFließcns in Strombetten bisher bekannt war, zusam-men, welches ich zur Bequemlichkeit der Leser hierwörtlich anführe.
97.) D’apres ce qui viesit d’etre dit sur Jaresistance du lit et sur ses effets, le divers filetsd’un fluide en moüvement dans un canal out unevitesse d’autant plus gründe qu’ils sont plus£loignes des parois; ils ont ainsi des vitesses dif-ferentes. Cependant dans l’estimation de la de-pense du canal, on peut admettre que leur cn-semble, ou la masse d’eau en moüvement, est
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