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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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die Adhäsion der dadurch verminderten Wasscrmengc nur0, 6" 2'" übrig geblieben sein.

Da es hier nur auf ungefähre Bestimmung der Ver-hältnisse ankam, so habe ich die Gefchw. nach rheinl. Fußengesetzt.

Es leuchtet von selbst ein, daß die Adhäsion >'m Ver-hältniß der benetzten Flächen oder der berührenden Wasser-mengen stehen müsse, da jedes Atom, das mit der Flächein hinreichende Nähe kommt, auch seine Anziehungskraftäußert; aber eben deßhalb darf" man keine Zuverlässigkeitvon Versuchen erwarten, welche unter zu kleinen Dimensio-nen angestellt worden sind, und noch weniger von solchenkleinen Experimenten auf große Stromprofile und Wasser-mengen schließen.

Anmerkung. Die intensiven Kräfte zweier sich gegen-seitig einander anziehender Kräfte, wirken nur im Zu-stande der Ruhe, (und also bei dem Wasser, nur imStande seines Gleichgewichtes,) mit ihrer völligenStärke, und jede Bewegung, welche die angezogenenTheile von einander entfernt, muß auch einen Theilderselben aufheben, oder unwirksam machen.

Wenn nun gleich bei der Bewegung immer neueWaffcrtheile an die Stelle der eben entfernten treten,wenn man selbst annehmen wollte: die Adhäsion wärein dem ersten Zeitclcmcnte der Berührung stärker alsin den folgenden was jedoch durch keine Erfah-rung bestätigt wird, so können dieselben doch ihreAnziehungskraft um so weniger ausüben, je schnellersie über die anziehende Fläche weggehen. Gesetzt auch:daß die Summe der in einer bestimmten Zeit t vor-übergehenden Wasscrtheile, die diese letzte Attraktionausübten, der Attraction beider Flächen im Stande