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§. 23 .
Es zeigt sich hiernach die Möglichkeit, 3 priori auseinem durch Nivellement gefundenen Gefalle Bx und derLänge des Flusses JI) die verzögerte Gefchw. uy zu finden,und daraus auf die Größe der sonst noch obwaltenden Hin-dernisse schließen zu können. Die der Wasserhdhe uJ — hangehörende Gefchw. — e bestimmt wesentlich JE für 1See.; und damit ist, in welchem Querschnitte eines gleich-förmig fließenden Canals man auch uJ annehmen mag,uzEJ, und auch der Inhalt der Parabel uEJ, folglich auchdie Verzögerung — -§- JE gegeben. Daher geben Beobach-tungen der vorhandenen Gefchw. die Unterschiede, welche dieübrigen Hindernisse andeuten. Man muß aber Beides ken-nen, die Höhenunterschiede zy und Bx gegen u, welchedurch Nivellement gefunden werden, nebst den Waffertiefcn >h; damit man wisse, wie weit bei vorzunehmenden Verän-derungen x sich nach B erheben könne; und die vorhande-nen Gefchw. um danach die Natur der Hindernisse zu beur-theilen.
Solche Lagen, an welchen man diese Entstehung derkleineren Gefchw. am besten untersuchen kann, bieten dieAusflüsse aus Seen und großen Wasserbehältern dar, beiwelchen Ii sich genauer, als in gewöhnlichen Flußbetten an-geben laßt.
§. 24 .
I. Für die Bestimmung der Größe von den Einwir-kungen der Adhäsion allgemeine Regeln zu geben, diesmöchte um so schwieriger sein, weil dieselbe von zu mannig-faltigen Umständen abhängt. Sie verdient auch keine ängst-liche Beachtung, weil sie bei größer» Tiefen, als der kleinsteCocfficient, und zwar beim Uferbau dem Zwecke behülflich