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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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diese wirken im Zustande der Ruhe ungestört, unddaher in ihrer größten Stärke.

8) Bei bewegtem Wasser wird eine Kraft erfordert, um

die anhängenden Waffcrthcile von den benetzten Flachenloszureißen und dieser Theil wird der bewegendenKraft entzogen, und vermindert die Geschwindigkeitderselben, oder er macht die Größe der Verzögerungaus, welche auf ähnliche Art wirkt, wie die Reibungbei festen Körpern, oder wie überhaupt eine vermehrteLast sonst die Geschw. der Bewegung vermindert.

9) Die Adhäsion des Wassers nimmt wie jede intensiveKraft nach den Quadraten der Entfernungen ab; sieerstreckt sich daher abnehmend von den benetzten Flächenan in die Masse desselben, und verhält sich wie die

/ der Wafferhöhen über den Boden des Flußbettes.Diese Abnahme der Adhäsionskraft kann daher alseine Parabel betrachtet werden, deren Abrisse die Größeder Adhäsion, und die Ordinaten die Verhältnisse derAbnahme ihrer Kraft, ausdrücken. (§. 14. IV-)

10) Hätte man nun nach genauen Erfahrungen einige Un-

terschiede zwischen beobachteten und nach (2) berechne-ten Geschwindigkeiten gefunden, so kann man dieselbeneben so gebrauchen, wie man die bekannte Fallhöheeiner See. 15,625 rhcinl. Fuß, bei den Gesetzendes Falles zum Grunde legt.

11) Ich will annehmen, daß der (5) gefundene Unterschied

9" 8eine solche Größe der Adhäsion, oder die Ver-zögerung der berechneten Geschw. 3' 4" 8"' sW soerhielte man für eine andere Wafferhöhc h z. B.

= 1 ' 8 ".

li=i'8"*C = 10*

fC 6f = c|C = 4f = f c =4'5" 4"'t- C.i = 2-| = § c = 2' 2" 6"' = * c.Bei verschiedenen Geschw. steht nun die Adhäsion