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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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in den Verhältnissen der in derselben Zeit von demWasser bedeckten Flächen, also bei gleichen BreitenN = n wie die Geschw. selbst, bei ungleichen Brei-ten > als n oder n > iV tz 6 ^ : ß 6. ^ n.

12) Bei diesen Geschw. sind die Waffcrmengen M = H .

f C i Nunb m h , | C J . n; und diewirklich vorhandenen Geschw. müssen, nach Abzug derVerzögerung durch Adhäsion x oder x' ; § C \ x, oder auch % C £ x' sein.

13) Es frägt sich nun, ob die (11) angenommene Bestim-

mung zu Verglcichung der Größen der Adhäsion füh-ren könne, und ob dieselbe durch genaue Erfahrungensich werde rechtfertigen lassen? da alle Schriftstellervor dieser Bestimmung stehen geblieben sind, oder un-erwiescne physikalische Gründe dabei voraussehen. (VieleKäftners Hydrodyn. §. 236307) und ferner, obdie bisher gebräuchlichen Gcschwindigkcits - Messungenauch vorhandene Geschw., genau genug angeben können?

14) Von kleinen Geschw. bei dem Laufe des Wassers in

Flüssen, ist es bekannt, daß dieselben mit zweckmäßigeingerichteten Treibern viel zuverlässiger gemessen wer-den, als mit jedem andern Instrumente, welchesdurch den Wasscrstoß, und zu berechnende relativeGeschw. die Größe einer vorhandenen Stromgeschw.angeben soll; weil bei langsamem Laufe des Wassersdie mittlern Stromsiriche nicht soviel schneller voreilen,als in gcschwindern Strömen, und in den ersten dieGeschw. in der ganzen Wasscrmaffe gleichförmiger ist.(Kästner Hydrodyn. H. 266. II.)

Daher kann man bei kleinen Geschw. bis etwa 3 Fußin 1 See. Treiber mit völliger Zuverlässigkeit gebrauchen.

Nächst diesen kann die Pitotschc Röhre, *) auch

*) Brünning erkennt die Gründe, auf welchen die Anwendungder Pitotschen Röhre beruhet, als richtig an, er kann aber weiler noch Druck und Stoß mit einander confundirt die Ursache nichtauffinden, woher die Röhre den Scheitel der Parabel nicht direct an-