sächlich die Kenntniß von den größtmöglichen Gc-schwindigkeiten, welche vorkommen können, erforderlichist, um danach die Größe und Stärke der Werke zuproportioniren; indem die gegen größere Gewalt ange-legten Werke gegen schwächere Angriffe sich unfehlbarhalten werden.
16) In Flüssen mit Fluth und Ebbe, werden, wegen derbeständigen Abwechselungen der Waffcrhöhcn, und derdeßhalb immer veränderlichen Geschwindigkeiten ihresLaufs, die Gcschw.-Messungen theils unnütz, theilsunmöglich. Mit der hier gezeigten Bercchnungsartkann man aber sehr wohl die Grenzen bestimmen,innerhalb welchen die Geschw., die man für einzelneFalle kennen muß, liegen.
17) Den größten Nutzen sollten solche Gcschw.-Messungen
eigentlich bei Wasscrvcrthcilungcn in mehrere Stromarme,oder bei Vereinigung mehrerer Flüsse in Einen gewäh-ren. Es sind aber seit der Zeit, wo praktische Hy-drotektcn sich viel mit Messungen mit dem hydrometri-schen Flügel, oder mit dem Brünning'schcn Strom-messer beschäftiget haben, noch keine Fälle bekanntgeworden, wo durch dieselben etwas Neues ausgemacht,oder Veränderungen in Strömen auf dieselben mitüberzeugender Gewißheit begründet worden wären.
Die mit den Brünning'schcn und Woltmann'schenInstrumenten gemachten Messungen, sind auch nochkcinesweges durch anderweitig constatirte Wassermengenals so richtig erwiesen, wie Michelotti es für seineMessungen zu thun versucht hat: denn Br. Vcrglci-chungen der Waffermengen im unverthciltcn Rhein, inder Pffcl und im kleinen Rhein beweisen im GrundeNichts, da die von ihm berechneten Summen derWaffermengen in den beiden letzten, mit der Mengeim unverlheiltcn Rhein genau übereinstimmen können,weil alle drei mit demselben Instrumente gemessenworden, wenn auch die eigentliche Größe der Gcschw.