aoo Dritte Classe. Sauerstoffige Arzneymittel.
lenstoff: er unterscheidet sich aber von den kohlenstoffigcnMitteln, welche als Reize für die mittlere Potenz desnervösen Systems würken, dadurch, daß er sich im Zu-stande einer unvollkommnen Saurung befindet. Daherist er nicht flüchtig, und zieht, wenn er in Wasser auf-gelöset ist und damit gekocht wird, nach und nach Sau-erstoff auö der Luft an, wodurch er in Wasser unauflös-lich wird, und in geronnenem Zustande zu Boden fallt.Auch aus leicht zersetzbaren Säuren zieht er den Sauer-stoff an. — Insofern er brennstoffige Substanzen niitsauerstoffigen in sich vereinigt, hat er etwas Seifenarti-ges, und man nennt ihn daher auchSeifenftoff, so wiewegen seines bittern Geschmackes bittern Stoff. EinigeChemiker vermuthen, daß er auö Schleim, Salz, Ey'weißsioff und wenigem Harze bestehe.
§. 625.
Würkuiig auf den menschlichen Organismus.
Der Extraktivstoff wird von dem Organismus mitassimilirt und geht in dieMifchung desselben über: daherbekommt daö Fleisch von Thieren, die mit bittern Kräu-tern gefüttert worden sind, einen bittern Geschmack, und.wenn der Extraktivstoff mit einem Färbestoffe gemischtist, so wird letzterer selbst in den Knochen abgesetzt. Auchdie Sekretionen werden nach langem Gebrauche extractiv-t stoffiger Mittel bitter. Es ist möglich, daß der an dieMuskelsubstanz abgesetzte Extractivstoff die Verwand-schaft derselben zum Sauerstoffe vermehrt und dadurchverursacht, daß diese mehr^Sauerstoff aus dem Wasser,den animalischen Säften und der atmosphärischen Luft
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