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Dritter Band. [Specielle Arzneymittellehre. Fortsetzung.]
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Zweyte Abth. Sauerstoff entbindende Arzneym. sz;

Gliedmaaßen zu streuen und eine Coinpresse darüber zulegen; man thut dieß täglich einmahl, späterhin zwey-mahl. Anfänglich entsteht davon eine brennende Em-pfindung, die sich späterhin verliert; reizt aber Rhabar-ber zu sehr, so seht man den achten Theil Opium dazu.Die breiten schwammigen Granulationen sollen dadurchspitziger, fester, harter und empfindlicher werdew, undso soll das Geschwür allmählig zuheilen.

VII. In Substanz giebt man die Rhabarber, woman bloß erregend würken will, zu fünf Gran, bis zueinem Scrupel; um zu purgiren, zu einer halben bis gan-zen Drachme. Man giebt fie entweder als Pulver, be-sonders in Verbindung mit Oelzucker; oder man bringtsie durch Zusatz von bloßem Wasser oder durch Schleimin Pillenform.

Die wässerige Tinctur giebt man, um zu erregen,zu einer bis zwey Drachmen; um die Absonderung desDarmschleimeö und den Stuhlgang zu beschränken, zuzwey Drachmen bis einer halben Unze; um Letbesöffnungzu bewürken, zu einer Unze.

Die geistige Tinctur, welche besonders bey phleg.matischen, verschleimten Subjecten anwendbar ist, giebtman, um bloß zu erregen, zu einer bis zwey Drachmen;Um etwas Oeffnung zu schaffen, zu einer halben Unze.

Die weinigr Tinctur ist in gleichen Dosen bey reiz-barern, leicht beweglichern Personen anwendbar.

Den Syrup giebt man Kindern zu einem odereinigen Theelöffeln.