Zweyte Abth. Sauerstoff entbindende Arzneym. 2 45
VII. Am würksamsten ist sie in Substanz; mangiebt sie z» einem halben Scrupel bis einer halben Drach-me, mit Zucker und dergl. mehr in Pulver, oder mitbittern Extracten in Pillen.
Auch infundirt man sie mit zwölf bis sechzehn UnzenWein.
Das Extract zieht man vor, wo man weniger aufdas ätherische Oel rechnet. Man giebt eö zu fünf biszehn Gran.
. §. 656.
Herba Hyssopi.
I. Jfop, das Kraut von Hyssopus officinalis,einem kleinen Strauche, welcher in gebirgigen Gegendennamentlich in Oesterreich, wild wächst, und übrigens inGärten gezogen wird. Es sind schmale lanzettförmige,glatte, ungestielte, lebhaft grüne Blätter von angenehmgewürzhaftem Gerüche und bitterlich aromatischem Ge-schmacke.
III. Man sammelt sie vor dem Aufbrechen der Blü-ten mit den Blütenspihen ein.
Aqua Hyssopi, Isopwasser. Ueber zweyPfund getrocknete Blatter destillirt man zwanzig PfundWasser.
IV. Der Jfop besiht, so wie die nun folgendenMittel (§. 6;7 — 660.) noch weniger ätherisches Oel,als die bisher genannten (654, 6; 5), und würkt daherweniger nervenreizend und erhihend.
VI. l) Man gebraucht ihn bey Schlaffheit undVerschleimung der Lungen, schleimigem Husten, felich.