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meiden, wofür nur die alten, vor 20 Jahren festgestellten Abgaben gezahlt werden follten; dochdurften sie nicht in Frankreich verkauft werden. — Von der anderen Seite durste französischesTuchfreiim Gebiet des Kaisers verkauft werden. (Foedera V. XIY. p.p. 309. 322.)
Dies ist- einer der vielen Beweise, daß die Spanier ihre herrliche Wolle zu Tuch fabricirten,bevor die Natio nal -Industrie durch den Einfluß des aus Amerika eingegangenen Silbers und Gol-des verdorben wurde. . .
1530. Da die Fremden sehr entmuthigt wurden, so verließen sie England und mit ihnenviele der englischen Manufakturisten in einem solchen Grade,^dass die Woll- Manufakturen sehrin Verfall geriethen, und daß fremdes Tuch wohlfeiler als englisches verkauft wurde. Demzufolgebenutzten die Gutsbesitzer viel Land zuSchaafweiden, um die Niederlande mit. Wolle zu versehen.(Foedera V. XIY. p.p. 389. 424.)
1534. Eine Parlamentsakte (25. Henry VIII.-c. 13.) führt an, daß der Gebrauch, Meie«xeien zu vergrößern und Land Statt zum Ackerbau zum Unterhalt großer Schaafheerden zu be»nutzen, ein neuerdings entstandenes Uebel sey; so daß einige 24,000, andere 20,000, wieder an-dere 10,000 und 5000 Schaafe hielten, wonach ein gutes Schaaf, welches früher 2 Sch. 4 D.oder höchstens 3 Sch. kostete, jetzt 6 Sch., 5 Sch. oder wenigstens 4 Sch. kostete, und ein SteinWolle, welcher, früher 1 Sch. 6 D. oder 1 Sch. 8 D- kostete, jetzt 4 Sch. oder 3 Sch. 4 D.wenigstens galt rc.; dies alles sind Sachen, die zur Abnahme der Gastfreundschaft, zur Abnahmeder Bevölkerung und zur Verringerung der Tuchfabrikation beitrugen, durchweiche viele arme Leutefrüher beschäftigt wurden. Als Hülfe dafür wurde verordnet, daß Niemand mehr als 2400 Schaafe(exclusive Lämmer) und höchstens zwei Meierhöfe halten sollte.
Autoren führen an, daß die Grafschaften Surrey, Berks rc. in der Nähe Londons früherbedeutende Woll-Manufakturen besaßen; da indeß ihre Nachbarschaft mit London dazu beitrug,daß sie theuerer als -in abgelegenen Theilen waren, so haben die westlichen und nördlichen Graf-schaften diese Manufakturen ausgestochen.
1537. Zu dieser Zeit (nach Camden in seiner Britannia) wurden Woll-Manufakturen zuHalifax in Dorkshire eingeführt. — Er sagt, baß außer der Größe dieses Pfarrspiels, welches 11Kapellen und circa 12,000 Seelen enthielt, die Industrie der Einwohner bewunderungswerth sey,da sie trotz eines öden Bodens so durch den Wollhandel florirten, daß sie sehr reich wurden, unddeshalb einen Ruf bei ihren Nachbarn erlangten.
1540. Eine Parlamentsakte wurde zu Schottland erlassen, wonach bestimmt wurbe^ daßin jedwedem Marktflecken ein Beamter zur Versiegelung des Wollentuches angestellt werden sollte,um allen Betrug durch Walken und Färben rc. zu verhüten. (Jac. Y. part. Vif. c. 112.)
1549. Eine Parlamentsakte wurde erlassen (3. 4. Edw, VI. c. 2.) wegen verschiedenerVerordnungen gegen den Betrug bei der Woll-Fabrikation: die Fabrikanten follten ihr Tuch be.siegeln, Maßregeln gegen das Ausdehnen des Tuches, wegen des guten Farbens der zur Tuch-Fa.brikativn.bestimmten Wolle, auch des zu Hüten und Kappen bestimmten, auch daß nichts Verderb.
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