6
Rudolf von Pfullendorf - Bregenz hatte aber auch einen Sohn Berthold, welcheraber in Rom, dahin er mit dem Kaiser Friedrich gezogen war, im I. 1166 nachGulers Rhätia, !X.>Bd., S. 133, im I. 1117 an der Pest starbt). Dieser To-desfall bewog den Grasen Rudolf von Bregenz, mir der Reichsschirmvogtei über dasBisthum Chur dem Kaiser Friedrich I. im Jahre 1168 zu überlassen 2). Letztererüberließ dagegen dem Grafen Albrecht von Habsburg, welcher die Tochter des Gra-fen Rudolfs, Jtha, zur Ehe hatte, als eine Entschädigung mehrere Güter im Zü-richgau ^). die Kastenvogtei über das Kloster Seckingen und Biderthann mit Zu-behörde. Graf Rudolf starb endlich im I. 1180 auf einem Zuge nach Jerusalem §).Die Hohenstaufen blieben aber nicht lange im Besitze von Bregenz, indem dasselbeum das I. —18 an den Grafen Hugo von Montfort-Feldkirch kam, dessenNachkommen es besaßen, bis es nach und nach durch Kauf Oestreich erwarb.
8 1 .
Die zweite Hauptfamilie Schwabens nannten wir oben die Berchtoldische. DiesenNamen legen wir diesem weit verzweigten Geschlechte theils wegen des Berchtolds, ihresin den Urkunden am häufigsten vorkommenden Stammvaters, thejls wegen des nachdiesem benannten großen allemanischen Gau's, der sich vom Schwarzwalde bis an denFedersee und an die Donau in der Gegend von Ulm, anderseits bis über die schwäbi-schen Alpen erstreckte und zahlreiche Untergauen umfaßte, von welchen hier die GauenFolkoltspara, die Affa, Voralbun, Fils und Ramsgau rc. als unsere Geschichte be-rührend, Erwähnung verdienen. Dieser GrafBerchtold, nahe verwandt mit den alle-mannischen Herzogen Alsatiens, und selbst mit den fränkischen Königshäusern der
Itbaiu: eonfuzeiri ^üalberli I. 6oio. «lo IladsburK Liisabeik i» manu,r> iluAoniscoiroii» Palatin! Ite 1'ubinKen convenit, pariern ei pomitatus liriaanlini slreiens.
Neugart bemerkt hierbei: Lonlusio nominnin iuäe usta viUelur, ljui» LulioitusUo kkuNeiiNork, aecepto per inatrein Llisabotb, kororern Korn. Itrxioiti prigantini,post bufus 8ine irliit lietuucti obiiuiu, eonrilatu Lrizantino, proiuisuos comss plui-ieuliors. ei vrii-antinu» noininadatur.
1) Vili. Otton. all 8. Mas. Conti». Ottoni8 prisiNA apult vrstit. <i»p. XXI-, p. 207.Ferner Gulers Niiaetia. I.ibr. IX., p. 13 t.
2) ^p. HsrKott Lock. prob. tio. 242, liipi. prilieriei Imp. a. RenASll 14.1UI>1eonlirinsns Lpirc. (lur. Lxinoni privile^ia.
Ein weiterer Grund dieser Ueberlassung mag gewesen sein, daß Pfalzgraf Hugo, seinTochtermann, damals in der Gefangenschaft des Herzogs Welfs, nach dem AnSspruche desKaisers, sich befand, und Graf Rudolf den Kaiser zu dessen Gunsten stimmen wollte.
H Guler benennt diese Güter I. e. Dietikon, Schlieren, Adorf und andere Lehenin der Grafschaft Baden, desgleichen Tschudi.
u Itkppjii ,-trin. 8. 6aii. kuüoltus kle pilillonliort iocs sscrs »ierosoi^mis ve-neraturus ciiem supromum expievit, acl snn. 1180.