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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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Den Grafen Ulrich schildern vie Petershanser Chronik, und Bernold, als deneifrigsten Anhänger der Päpste, (8aneto pgtro tiüolissinnim.) Immer ersteht manaus dieser Erzählung eines Zeitgenossen, daß die beiden'Grafschaften Bregen; undFeldkirch verschiedenen Herrn gehörte», und jede ihre eigenen Grafen hatten, mögenbeide auch, nach der Sitte der damaligen Zeit, einer in des andern Grafschaft, eigeneGüter, Madien rc. besessen haben.

Aber auch die Nachkommen des Grafen Hugos I. des Pfalzgrafen von Tü-bingen, waren in diesen großen Kampf verwickelt. Mögen es die Verbindung mitden verschiedenen Zweigen der Rucker Familie, oder andere Ursachen gewesen sein,Hugo, wahrscheinlich des ältern Hugos Sohn, nahm entschieden Partie gegen denKaiser Heinrich IV., so daß sich letzterer veranlaßt sah, als er im Jahr 1078 il>Allemanien seine Gegner bekriegte, die Hauptfeste dieses Hugo, Tübingen, zu be-lagern, wie die sola irevinusia osp. 58 ausweisen *), Aber erst im folgendenJahre (1079) gelang es dem Kaiser Heinrich diesen Grafen Hugo, den Bertold derChronist, als uonainadilkin namentlich aufführen zu müssen glaubt, durch Raubund Verwüstung seiner Güter zu zwingen, sich ihm zu unterwerfen. Hartmann in.Lnnalidus Lremi p. 157 nennt Liesen Hugo einen Grafen von Montfort. DiesesGrafen Hugo Sohn, oder Enkel, war der Pfalzgras Hugo, gemeiniglich der III,der Stifter des Klosters Obermarchthal. Von seiner Macht und Ansehen zeugen,daß er den damals mächtigsten Herrn in Allemannien, den Weifen rc, rc. trotzenund selbst in eine Fehde sich, freilich auch vielseitig von den alten Gegnern der Wel-sen (1163) unterstützt, einlassen konnte; welche selbst die Vermittelung des Kai-sers Friedrich I. in Anspruch nahm (1165), Die Gemahlin dieses Hugos warElisabeth, eine Tochter des Rudolf, letzten Grafen von Bregenz, und der Wuls-hild einer Tochter desHerzogs Welf^), Dieses letztere beweisen dieMarchthaler älternAnnalen, die um das Jahr 1240 geschrieben wurden. Diese erwähnen nämlicheines kostbaren Evangelienbuches, so ein Geschenk der Gemahlin des Stifterswar, mit dem Beisätze: kluno tidrnm ssncto cloüit LIisadelti ketro, krolssLKrsAii, äs Vüuitüilüe rnatre, kuüolpüi. Auch sagen eben diese Annalen:Septsrn kraut Lanouiso sou kräükucla; Loel. Oolleg. sei 8. loann. in Aareü-lala, lunüatsö a äuoe 8usvim ükrirnanno - Iros karuw Lornitissa ük LIk-wkuliso (Kellmunz) orta <lk prossenis nuenm suevim,, verttia noming tiabnik,mipraäiota Lomiüssa avia erst »obiiis, Lom. Palatin! <ts lubingon (tunüa-tori8) »um kurn siium tiierkäsn, nou Uabkrot ut ipsa üktuneta, Olkmontiam

>) Coiis, vertotUi constsnt, curonis. paß. 88 st p, ji» apuU vssermann I. ll.^1 Lons, ttsss. inn». rinsiN p. 21.