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In eben diesem Jahre 1219 wurde auch der Krieg oder die Fehde zwischen denBischöfen Arnold von Chur und der Stadt Como beigelegt, in welcher die OrteCläven, Worms, Puschlav und Schanis geplündert, Soglio aber verbrannt wurde.Die Ursache dieses Krieges war der Besitz von Worms (Bvrmio), eigentlich aber,weil Bischof Arnold dem Kaiser Friedrich II. geholfen und dessen Eintritt in Deutsch-land befördert halte, da die Comemser, als Anhänger des Kaisers Ottos IV., dessenFeinde waren. Graf Hugo war als Anhänger des Kaisers Friedrichs II., als Freunddes Bischofs Arnold und wahrscheinlich auch als Schirmvogl des Bisthums Chur;in diesem Kriege, Helfer des Bischofs Arnold, wie derselbe auch in dem, den 19.August 1219 errichteten Friedensinstrument aufgenommen wurde, wo es heißt:VZO <ls monäs Vonse (Eichhorn und Salis lesen inonts korto) et ^N 80 >MU 8 et<ljelorieu8 6g 8ueeo in tiao eonoorciia 6888 ps88unt, 8i vnlusririt (V. kliokti. Hi8t.Lpisl. tlur. in llocl. prob. p. 74 et 8g.) nach einer Urkunde, welche Eichhorn vondem hl. Misses von Salis Marschlins mitgetheilt erhielt.
Aus der Stiflungsurkunde des Johanniterhauses zu Feldkirch geht hervor, daßGraf Hugo im Jahre 1219 mehrere schon erwachsene Söhne hatie, indem sie zudieser Stiftung ihres Vaters ihre Zustimmung gaben.- Die Zahl oder aberdie Namen dieser Söhne sind nicht angegeben, dagegen findet man nach und um dieseZeit einen Grafen von Montfort mit Namen Rudolf, einen zweiten Hugo und nocheinen Heinrich, der von 1251 bis 1272 Bischof in Chur war. Beide erster» werdenine Jahrs 1239 bei Guterangeführt: Rudolf nennt sich mit seinen Nachkommeneinen Grasen von Montfort, Hugo, wie es aus oben angeführter Urkunde hervor-geht, eine» Grafen von Werdenberg, sowie seine Söhne Hugo und Hartmann, vonwelchen Hartmann sich auf seinem Siegel wieder Graf von Montfort nennt (8. Ilsrt-msnni Lern. 6s Nonls lorli). Nach Bxauns Geschichte der Bischöfe von Augsburg(T. I., S. 752) erschienen im I. 1225 auf dem Tournier zu Würzburg die GrafenHugo von Wertzenberg und Rudolf von Montfort. ,
Hieraus geht klar hervor, daß diese beiden Rudolf l. und Hugo II., die bei-läufig von 1234—125ü die Güter des alten Grafen Hugo l. besaßen, Söhne des«
3. Dezember 1610 mit den dazu gehörigen Gütern von den Johannitern um 62,000 fl.an das Kloster Weingarten verkauft, welches dasselbe in ein eigenes Primat verwendete.Der bekannte Histmiograph Gabriel Bucellin starb daselbst im Fahr 1666 als Prior. DasKloster Weingarten verkaufte dieses so entfernte Primat den Ig. Ma! 1685 an die StadtFeldkirch um 21,000 fl. und diese ded 24. Februar 1696 um 22,000 fl. an das KlosterOttobeuren, welches dasselbe bis 1803 (dem Klosteranfhebungsjahre) behielt.
U Räch Merkle, II. Abth. S. 175, ließ im Z. 1229 Graf Hugo mehrere Gebäude auf-führen, welche er mit noch weiteren Gütern, Gefallen rc. der Johann.-Commende in Feldkirchüberließ, sowie auch Bucellin den ersten Comthur daselbst: einen Grafen Hugo von Montfortnennt, ob aber dieser Graf Hugo I. oder o., der Pater oder Sobii war, ist nicht angegeben.
^1 Gulers Rhätia. xi v. Bd., S. 219.