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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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Söhnen ein nicht unbedeutendes Erbe zu hinterlassen und das wenn schon gesunkeneAnsehen der Montforter Familie einigermaßen zu erhalte»,

Wilhelm starb Anfangs des Jahres 1334. Er hatte nach Arzet und Anderendrei Frauen gehabt, und zwar 1) Elisabeth Frh. von Schlüsselburg, mit welcher ereine Tochter Meta erzeugte, 2) eine Frh, von Schwarzenberg, die, wie wir aus derUrkunde von 1309 ersehen, eine Tochter des Johann von Schwarzenberg war, die3te soll Ursula, eine geborne Gräfin von Pfyrt, Wittwe des Gr. Hugo von Ho-henberg gewesen sein. Die Angabe Arzets, Buzellins u. a,, daß Gr, Wilhelmeine dritte Gemahlin, und zwar die Ursula Gr, von Pfyrt, Wittwe des Gr. Hugovon Hohenberg, gehabt habe, ist unrichtig und scheint aus einer Verwechselung desGr. Wilhelms II. mit dessen Sohne Wilhelm III. und der Ursula Gr. von Hohen-berg, Tochter des Gr. Hugo von Hohenberg und der obigen Ursula, geb. Gr. vonPfyrt, hervorgegangen zu sein. Den klaren Beweis liefert die Urkunde, gegebenzu Neuravensburg den 14. Sept. 1331, nach welcher die Gr. Ursula von Pfyrt,Wittwe des Gr. Hugo von Hohenberg, den Herzog Albrecht von Oestreich unddessen Sohn Rudolf zu Vögten über alle ihre Leute erwählt. Im I, 1331 lebteauch Gr. Hugo von Hohenberg noch, wie er dann vor dem Hofgericht zu Rottweilden 2. Juni 1331 mit seiner Gemahlin, Gr. Ursula von Pfyrt, auf ihr väterlichesund mütterliches Erbe, der Herrschaft Rotteuburg rc. verzichtet. Nun aber starbGr. Wilhelm von Mvntfort zu Ende des I. 1353 oder zu Anfang des I. 1354,war also schon todt, als sich. die Gr. Ursula von Pfyrt die Wittwe des Gr, Hugovon Hohenberg nannte^),

Graf Wilhelm hinterließ drei Söhne, Diese drei Söhne waren: WilhelmHugo und Heinrich, Hugo starb im nämlichen Jahre, in welchem auch sein Vatergestorben ist 2). Die beiden übrigen wurden die Stifter zweier Linien, der neuenBregenzer und der Tettnanger Linie. Wir wollen vorerst die Geschichte der Tett-nanger Linie, welche im I, 1574 erlosch, dann die der neuen Bregenzer Linie(§, 12, S, 135) verfolgen.

0 S, »erholt 6su, Uoiy- 4uslr. IN. 6SK u. II. 6 S 1 . (S. Anh. Nr. 380.)

2) In der Urkunde Kaisers Karl IV. von 1353 ist Hugo noch namentlich aufgeführt,in der Erbsabtheilung von 1354 aber geschieht von ihm schon keiner Erwähnung mehr.Von diesem Hugo findet sich noch eine Urkunde vor vom Samstag vor Gregorstag 1347nach welcher die Burg Mollenberg ein Lehen von St. Gallen mit Zngehörde um 225 Uan Reinhard den Herrgesellen verkauft. St, Galler Archiv.