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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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zurückwies und sich selbst der Waffen gegen dieselben bediente. Der Beweis findetsich in einem Briefe, den Gr. Heinrich mit seinen Söhnen am Sonntag vor ChristiHimmelfahrt, 1406, an den Papst Jnnozenz vn. schrieb, als er ihn bat, die^Stiftung des Klosters in Langenau zu bestätigen. Hier heißt es nämlich:

IVllllquum oppossuimu8 NV8 Sunetitsts V68truo, ant prsociieloruin rom.kontiüoum, sen sunetse rom. klcolo8iss, zeck Kvanolm munora otrm nobr« prosätlsssiono ^vtipvntilleum exkibits, aooeptarc; roou8snte8; nos st olorum ter-rsrnm no8trurnln 8nb obeclisntis. 8. V. tsnuimu8 man« fort», st alias cluclummuita8 srworum xeotos So güüuoZions ^ntipspgs ooolrs quooügw gpüstolieuosoUis leAStum in8ur86llt68 > -lebellanimus pro äolsnmono. 8. kom. kloeles.virilitor vineenilo sto.

Fast jede angesehene Familie hatte in seinem Gebiete ein Kloster, welches zurFamilienbegräbnißstätte diente. Für die Familie der Montfortcr war es bisher dasBenediktinerkloster Mehreren: bei Bregenz. Da aber dieses bei der väterlichen Erbs-theilung von 1354 dem Bruder, dem Gr. Wilhelm, mit Bregenz zufiel, so be*-schloß Gr. Heinrich mit seinen Söhnen, für sich und seine Nachkommen ein eigenesKloster zu stiften. Nun besaß das Kloster zu Allerheiligen bei Schaffhausen ;nLangnau eine Probstei, welche im I. 1122 gestiftet worden war*) und über welche

r) Ein Edler, Arnold mit seiner Gattin Jurzella, besaßen mehrere erbeigenthümlicheGüter in Hiltischweiler und in der Umgegend, welche er laut Urkunde ctat. keiia sexiup. LpipN. ttS2. dem Kloster zum hl. Salvator bei Schaffhausen schenkte. Die Urk. be-sagt : nuiUuuiU xrseüii a proASNitoribus lissreüilario snre posseüit spuN lliitisvdviler,Lsrisxviiore, Maioliuo, I-sngnau inferiorem et superiorem, Laprsxvüsre Viiantscirvi-iere LrcNenartsxviiere, Steimdsck: mit der Bedingung, daß die Klosterbruder von Schaff-hausen zu Langnau stets Gottesdienst halten sollten. Der Abt von Schaffhausen, Adelbert,verspricht dagegen, daß diese Bruder, welche zuLangnau wohnen würden, auch den Ertrag allerder Güter, welche das St. Salvators-Kloster früher schon in dieser Gegend, und zwarzu Rudolfsried, Steinbach, ItuSenxviiere und ventinviiere mit einem Wagen (oarraUam)Weins von Lupin hatten, genießen sollten. Diese Klostergemeinde stand unter einemProbst, welchen der Abt zu St. Salvator bei Schaffhausen setzte. Ungeachtet der Stürme,welche derartigen kleinen Stiftungen oft mit dem Untergänge bedrohten, erhielt sich dieseProbstei nicht nur im Besitze ihrer ursprünglichen Stiftungsgüter, sondern erwarb auchnoch neue. Die hier benannten Oerter sind größtentheils kleine Weiler, welche derm. indas O. A. Tettnang und die fürstl. Sigmaringische Herrschaft Achberg gehören, und da-mals von Zinsleuten, die übrigens freie Leute gewesen sein müssen, bewohnt waren, wiedie Urkunde ausweist, welche 33 Namen der Bewohner dieser Orte enthält, eine Zahl,die wohl der Zahl aller dermaligen Familienvater fast gleich kömmt, und die Freie gewesen .sein mußten, da nur diese Zeugen sein konnten. Den Schluß machen: vux iionrieus(der Welse) et Lüus Usinrici ae Usveuspure, quibos ioous !IIe in ilüvoestism com-MIS5US. S. Anhang Nr. 1.